Mittwoch, 24. Juli 2013

Touri-Klischee adé – Deutsche passen sich im Urlaub an

Laut einer aktuellen Umfrage reisen die Deutschen sehr interessiert und gut informiert. Das ist wichtig, denn viele Gepflogenheiten im Ausland sind ungewohnt – gerade beim Thema Bezahlen.

Andere Länder, andere Sitten – deutsche Urlauber gehen gerne auf Entdeckungsreise: Als Touristen möchten sie sich im Urlaub nicht nur auf den klassischen Pfaden bewegen, wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag von Visa Europe zeigt, sondern das Urlaubsland möglichst authentisch erleben.

Fast 90 Prozent der Befragten geben an, im Urlaub auch Orte zu besuchen, die unter Ortsansässigen beliebt sind und abseits der Touristenattraktionen liegen. Bei den Reisenden unter dreißig sind es sogar 95 Prozent. Das beweist: Das Bild des Touristen, der nur zwischen Hotelpool und Sehenswürdigkeiten pendelt, ist mittlerweile passé. Die repräsentative Umfrage zeigt auch, dass die deutschen Reiseweltmeister dabei möglichst wenig auffallen möchten: Über zwei Drittel der Befragten finden es gut, wenn sie nicht sofort als Urlauber erkannt werden – Touri-Klischee, adé!

Auch im Urlaub ein Thema: Geld

Dementsprechend informieren sich 86 Prozent der Deutschen vor Abreise über die Gepflogenheiten im Reiseland. Dies ist durchaus sinnvoll, denn wer in lokalen Restaurants, Bars oder Cafés einkehrt, merkt häufig Unterschiede zu den hiesigen Gewohnheiten. Dies gilt für allgemeine Höflichkeitsregeln ebenso wie für das Thema Bezahlen: Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Ist es im Restaurant üblich, getrennt zu bezahlen oder teilt man die Rechnung? Bestellt jeder ein Getränk oder laden sich Freunde wechselseitig zu Runden ein? „Die Bezahlgepflogenheiten im Ausland können durchaus unterschiedlich sein. Daher empfehlen wir für die Reisekasse immer einen Mix aus Zahlungsmitteln mit Bankkarte, Bargeld und Kreditkarte. Während einige Restaurants in Deutschland beispielsweise noch keine Kartenzahlung anbieten, ist es in Amsterdam manchmal genau umgekehrt: Hier gibt es sogar Restaurants, die gar kein Bargeld mehr akzeptieren“, sagt Michael Hoffmann, Vice President Marketing bei Visa Europe in Deutschland. Für deutsche Touristen ebenfalls ungewohnt dürfte es sein, dass man in London problemlos mit der Kreditkarte das Ticket für die U-Bahn lösen kann und in Stockholm häufig sogar an Straßenständen mit „Plastikgeld“ bezahlt. Diese Gepflogenheiten sind manchmal selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich, wie das Beispiel Italien zeigt: Im Norden Italiens sind Kartenzahlungen verbreiteter als im Süden. Überraschend für deutsche Urlauber dürfte auch die Türkei sein: Wer zu den ersten Kreditkartenbesitzern in Deutschland gehört, die eine Kontaktlos-Funktion auf ihrer Karte haben, sollte diese auf die Türkeireise mitnehmen, denn hier gibt es bereits 69.000 Kontaktlos-Terminals (Stand März 2013).

Auf der Suche nach Tipps im Internet

Sich über die Gepflogenheiten im Urlaubsland zu informieren, da gibt es viele Möglichkeiten. Immer mehr Reisende nutzen das Internet. Portale wie easyvoyage sind da sehr hilfreich, da seine Reisetipps journalistisch erarbeitet und aufbereitet sind. Daran arbeiten 20 Journalisten, die nicht nur selber die entsprechenden Orte und Hotels besuchen, sondern auch mit Agenturen vor Ort zusammenarbeiten. Entsprechend werden die Informationen jeden Tag auf den neuesten Stand gebracht.

Auf diese Weise steht dem Urlaubserlebnis nichts mehr im Weg. Und man fällt nicht als "Touri" auf.



Barclaycard New Visa


Quelle: VISA Europe / easyvoyage

Dienstag, 23. Juli 2013

Drachenboote und Gaumengenüsse: Nordholland feiert das Wasser

Westfriese Waterweken. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus und Convetion

In zahlreichen kleinen Orten Nordhollands finden vom 25. Juli bis 24. August die sogenannten „Westfriese Waterweken“ statt, die Wochen des Wassers. In Hafenstädtchen wie Hoorn, Enkhuizen und Medemblik (Region Westfriesland) wird Wasser einen Monat lang thematisiert und zelebriert – mit verschiedenen Konzerten, familienfreundlichen Aktivitäten, Jahrmärkten und Wassersport-angeboten. Die Höhepunkte zum Abschluss der Feierlichkeiten sind ein Drachenbootrennen und die Parade der Marinefregatten.

Nautische Nostalgie

Zum 525-jährigen Bestehen der niederländischen Marine legt am 25. August eine Flotte von Militärbooten in Hoorn an. Die grau getarnten, technisch hochwertigen Fregatten bieten einen schönen Anblick im kleinen Fischereihafen von Hoorn. Ebenso überraschend sind die einfachen Drachenboote, in denen verschiedene Teams gegeneinander antreten: Die langen, bunt bemalten Holzboote mit dem Drachenkopf am vorderen Bug stammen ursprünglich aus China, sind aber auch auf holländischen Gewässern mittlerweile Tradition.

Wer nicht nur zuschauen, sondern selber auf Fahrt gehen will, kann am Abend des 25. Julis ab Enkhuizen mit dem alten Fährboot „Bep Glasius“ aufs IJsselmeer hinaus schippern. Der kleine Kahn bringt im regulären Linienverkehr bis zu 300 Passagiere nach Stavoren am östlichen IJsselmeerufer. Auf der größten nautischen Second-Hand-Börse der Niederlande können Interessenten währenddessen direkt ein eigenes Boot erstehen und die wasserreiche Provinz Nordholland so auf eigene Faust erkunden. Der große Markt findet vom 23. bis zum 25. August in Hoorn statt – und natürlich sind auch Schaulustige eingeladen, zwischen den alten Schiffchen umher zu schlendern.

Nordhollands Leckereien

Viel zu sehen gibt es im Hafen von Medemblik, wenn am 9. August bei „Kulinarik am Kai“ Leckereien aus der Region angeboten werden. Am folgenden Tag können Besucher zusehen, wie Fisch und Aal auf traditionelle Weise geräuchert werden. Der im Rauch von Holzfeuern gegarte Fisch schmeckt in der IJsselmeerluft besonders gut. Zum Abschluss sollte man sich Zeit nehmen, den Blick noch einmal über das Wasser schweifen zu lassen – am besten vom Schloss Radboud aus, welches schon seit dem
13. Jahrhundert direkt am IJsselmeer (früher Zuiderzee) in Medemblik steht. Am 10. August finden hier Führungen statt, die einen Einblick in das Leben im Mittelalter entlang der IJsselmeerküste geben.

Westfriesische Waterweken 2013:
Enkhuizen: 25. bis 28. Juli
Stedebroec: 3. August
Medemblik: 9. bis 11. August
Koggenland: 23. bis 24. August
Hoorn: 23. bis 25. August

Weitere Informationen (auf Niederländisch): www.waterweken.nl

Weitere Informationen zur Region: http://familienurlaub.holland.com; www.noord-holland.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention