Mittwoch, 17. August 2011

Wassersport-Events in Holland: Segeln, Surfen und Stand-Up-Paddeln

„HISWA te water“ vom 6. bis 11. September im Marina Seaport IJmuiden in Nordholland. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention.
Ihre jahrhundertelange Tradition des Seefahrens führen die Niederländer fort, und so sind sie heute auch in ihrer Freizeit vorzugsweise auf dem Wasser anzutreffen. Touristen können an der holländischen Leidenschaft für Wassersport in den verschiedensten Spielarten teilhaben. Wir haben einige der wichtigsten Wassersport-Veranstaltungen in den nächsten Wochen aufgelistet. Aktuelle Veranstaltungshinweise finden sich auch auf www.niederlande.de/wassersport

Breskens Sailing Week
Segelschiffe messen sich vom 26. bis 28. August beim „Breskens Sailing Weekend“ im zeeländischen Breskens. In der Mündung der Westerschelde können Besucher tagsüber auf dem Wasser spannende Rennen erleben und abends an Land ein buntes Unterhaltungsprogramm genießen. An diesem Wochenende wird die „Offene Niederländische Meisterschaft Segeln“ (IRC) ausgetragen, außerdem ist der Wettstreit Teil des „Nautor Swan 45 Cups“ für Nordeuropa. Dieser Cup ist offen für alle Besitzer der Segeljachten Nautor Swan 45. Nach der „North Sea Regatta” und der „Cowes Week” ist Breskens das dritte Event innerhalb dieses Rennens. Außerdem steht das Breskens Sailing 2011 offen für Einschreibungen der Bootstypen First 31.7, Laser SB3, Yngling sowie für Sportboote und die Belgische Cruiser Racer-Klasse.
Weitere Informationen: www.breskenssailing.nl/eng (auf Englisch)

Hafenfestival Almere
Der Hafen von Almere ist vom 1. bis 3. September Schauplatz des Hafenfestivals Almere. Start ist am Freitag, 1. September, mit dem Rennen 50 klassischer Fischerboote, die um 11.30 Uhr aus dem Hafen in See stechen und gegen 16 Uhr wieder einlaufen – ein schöner Anblicke für die Besucher im Hafen. Am Wochenende können Besucher unter anderem mit einem Fischerboot auf dem Gooimeer mitfahren, entlang der Schaubuden im Hafenzentrum schlendern, Shanty-Chören lauschen und am Samstagabend das klassische Hafenkonzert genießen.
Weitere Informationen: www.auchflevoland.de

Welthafentage Rotterdam
Während des maritimen Wochenendes am 2., 3. und 4. September 2011 in Rotterdam, stehen die Welthafentage ganz im Zeichen des Mottos „De haven smaakt naar meer” (Der Hafen schmeckt nach mehr). Die Welthafentage zeigen anhand von Ausstellungen, Workshops und Führungen alle Facetten des Hafens und des Wassers auf. Zudem gibt es Exkursionen, die einen Einblick in die Hafenwelt geben. Der offizielle Startschuss der Welthafentage findet am Freitagmittag statt. An diesem Tag wird in Zusammenarbeit mit dem „Educatief Informatie Centrum“ ein besonderes Programm für Kinder organisiert. Am Samstagabend findet zuerst eine Show auf der Maas statt, später wird der Abend mit einem Feuerwerk abgerundet.
Weitere Informationen: www.wereldhavendagen.nl (auf Englisch)

Bootshow „HISWA te water“
Mit einem breiten Angebot an luxuriösen Segeljachten, offenen Segelbooten, imposanten Motorcruisern, stattlichen Sportbooten und geschmackvollen Schaluppen wartet die bekannte Bootshow „HISWA te water“ vom 6. bis 11. September im Marina Seaport IJmuiden in Nordholland auf. Rund 400 Schiffe mit Längen zwischen 4 und 25 Metern, gebaut aus Holz, Stahl, Aluminium und Polyester erwarten die Besucher. Neu in diesem Jahr sind die aktiven Wassersportarten wie Kanufahren, Kite-Surfen, Wasserski, Wakeboarden, Segeln in kleinen offenen Segelbooten, Katamaran-Segeln und Tauchen – die Besucher sind ausdrücklich zum Ausprobieren aufgefordert. Mit dem neu eingeschlagenen Kurs will sich die Show mehr auf das Erleben des Wassersports in all seinen Facetten ausrichten. So soll die Veranstaltung für eine breitere Zielgruppe attraktiver gestaltet werden, und man will insbesondere jüngere Besucher stärker ansprechen. Etwa 250 Aussteller präsentieren an den Stegen in der Marina Seaport IJmuiden ihre neusten Produkte. Darunter sind nicht nur Bootsbauer, sondern auch Zulieferer von nautischen Produkten und Dienstleistungen. Alle bekannten Markenhersteller sind natürlich ebenso vertreten wie neue, noch unbekannte Marken.
Weitere Informationen: www.hiswa.nl/inwaterboatshow

Elfstädtetour der Stand-Up-Paddler
Die legendäre Elfstädtetour gibt es nun auch für Stand-Up-Paddler: Vom 7. bis 11. September paddeln die Teilnehmer der „SUP 11-City Tour“ stehend auf dem speziellen Brett durch Friesland von Stadt zu Stadt. Auf der rund 220 Kilometer langen Strecke werden die Städte Leeuwaarden, Sloten, Workum, Franeker und Dokkum angesteuert. Wem der Paddel-Marathon zu anstrengend ist, der postiert sich entlang der Strecke oder an den Messstationen in den malerischen friesischen Städten und genießt die Rennatmosphäre.
Weitere Informationen: www.sup11citytour.com

Batavia Regatta
Teams aus Großbritannien, Italien, Spanien und natürlich den Niederlanden messen sich bei der ersten Ausgabe der „Batavia Regatta“ am 16., 17. und 18. September rund um den Batavia-Hafen in Lelystad (Provinz Flevoland). „Match and Team Sailing Center Holland“ (MATCH) organisiert das internationale Kielboot-Rennen und stellt die Maxfun Typ 25-Boote zur Verfügung. Der Batavia Hafen eignet sich aufgrund seiner Lage für eine solche Regatta, und auch das Publikum kommt hier auf seine Kosten, weil man in dem Hafen besonders nah ans Geschehen herankommt.
Weitere Informationen: www.auchflevoland.de

Surfer messen sich in Domburg
Wellenreiter aus der ganzen Welt messen sich beim „Quicksilver Domburg Classic“ im zeeländischen Domburg vom 10. bis 12. September. Angetreten wird in verschiedenen Kategorien: Open Men, Open Women, Longboard Men, Masters und Juniors. Zuschauer haben gratis Zugang; die Wettkämpfe werden kommentiert, so dass man auch als Laie versteht, was auf dem Wasser passiert.
Weitere Informationen: www.deltagids.nl

Maritime Fachmesse in Rotterdam
Europort, die nach eigenen Angaben größte maritime Fachmesse der Welt, findet vom 8. bis 11. November im Veranstaltungszentrum Ahoy in Rotterdam statt. Alle Bereiche der Schiffbauindustrie – von der Binnenschifffahrt zur Hochseeschifffahrt über die Marine und Baggerindustrie bis hin zum Fischereiwesen und Offshore – werden in einer Fachmesse zusammengefasst. Ein ausführliches Kongressprogramm begleitet die Messe.
Weitere Informationen: www.europort.nl

Neue Faltkarte
Das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) hat eine faltbare Wassersportkarte herausgebraucht, die in jede Hosentasche passt und auch unterwegs einen Einblick in die verschiedenen Wassersportmöglichkeiten in Holland auf und am Wasser gibt. Sie kann kostenlos über die Website des NBTC bestellt werden.
Weitere Informationen unter: www.niederlande.de/wassersport

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

Montag, 15. August 2011

Rubens, van Dyck & Jordaens: Flämische Maler in der Hermitage Amsterdam

Peter Paul Rubens (1577–1640) en atelier, Venus en Adonis, ca. 1614, © State Hermitage Museum, St Petersburg
Die Hermitage Amsterdam präsentiert vom 17. September 2011 bis 16. März 2012 unter dem Titel „Rubens, Van Dyck & Jordaens“ Werke aus der Sammlung flämischer Kunst der Eremitage Sankt Petersburg. Die Ausstellung bietet eine großangelegte Übersicht mit 75 Gemälden und circa 20 Zeichnungen, darunter zahlreiche Meisterwerke der drei Großen der Antwerpener Schule: Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens sowie Arbeiten bekannter Zeitgenossen.

Mit 17 Gemälden und vielen Zeichnungen steht Peter Paul Rubens (1577–1640), der wichtigste und einflussreichste flämische Maler des 17. Jahrhunderts, im Mittelpunkt der Ausstellung. Er galt als liebenswürdiger Edelmann, Diplomat und Sammler, sein Atelier war ein gut organisiertes Unternehmen. Sowohl in seinen religiösen als auch seinen profanen Arbeiten zeigt sich sein unvergleichliches Talent. Einer der Höhepunkte ist die berühmte Kreuzabnahme (um 1618), bei der Rubens das Leiden Christi überzeugend und voller Dramatik darstellt. Dieses Gemälde ist erstmals als Leihgabe zu sehen.

Auch Rubens’ Einfluss und seine Nachfolger werden in der Ausstellung ausführlich behandelt. So nehmen etwa die eleganten und raffinierten Porträts von Anthonis van Dyck (1599 – 1641), Rubens’ bestem Schüler, einen wichtigen Platz ein. Er malte um 1638 den englischen König Karl I. und seine Frau, die französische Königstochter Henriette-Maria. Van Dyck war zu jener Zeit bereits seit einigen Jahren Hofmaler des Königs und zwischenzeitlich durch Ritterschlag zu „Sir“ Anthony geworden.

Der dritte große Meister der flämischen Schule, Jacob Jordaens (1593 – 1678), war kein Schüler Rubens’, wurde aber von ihm beeinflusst. In imposanten Gemälden vermittelt er dem Betrachter die flämische Lust am Leben, sogar seine Historiengemälde atmen eine flämische Atmosphäre.

Zwitschernde Vögel, frisch erlegtes Wild und farbenfrohe Blumenarrangements zieren die Stillleben Frans Snijders’, Genrebilder mit Alltagsszenen machten David Teniers d. J. berühmt. Zu sehen ist ein anrührendes Familienporträt von Cornelis de Vos. Vertreten sind außerdem viele andere wichtige Maler dieser Zeit mit ihren prächtigen Arbeiten.

Die Sammlung kommt erstmals in die Niederlande. Viele der ausgestellten Werke gehörten zu den einzigartigen Kollektionen eines Pierre Crozat oder Heinrich von Brühl, die Katharina die Große im 18. Jahrhundert erwarb. Die meisten Gemälde wurden für den Klerus oder weltliche Auftraggeber aus Antwerpen und anderen europäischen Städten angefertigt. Sie entstanden im Zeitalter des Achtzigjährigen Krieges und der Gegenreformation. Die katholische Gegenbewegung hielt Kirchen und Privatpersonen an, in großem Umfang religiöse Kunst zu bestellen. Der imponierende Barockstil von Rubens und seinen Zeitgenossen entpuppte sich als hervorragende Propaganda für die katholische Kirche, den Adel und das reiche Bürgertum.

Mit einer Audiotour, einem Film und an Computern werden die flämische Kunst und die Geschichte der flämischen Kunstsammlung in der Eremitage Sankt Petersburg ausführlich behandelt. Die Lebendigkeit Antwerpens im 17. Jahrhundert wird auf einer eigenen Ausstellungswand veranschaulicht, auf der in Bild und Text die Ateliers, Kirchen und Denkmäler verzeichnet sind. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen russischer und flämischer Autoren.

Weitere Informationen: www.hermitage.nl; www.niederlande.de/stadt

Hinweis zur Anreise/Vergünstigungen:
Die Deutsche Bahn bietet Bahnkunden für die Rubens-Ausstellung Sonderkonditionen: Inhaber der BahnCard erhalten bei Vorlage der BahnCard in der Hermitage den vergünstigten Eintrittspreis von 12 Euro statt 15 Euro.

Der ICE International ist die schnelle und komfortable Verbindung aus Deutschland in die Niederlande. Zum Beispiel kann man von Frankfurt aus in weniger als vier Stunden direkt nach Amsterdam reisen. Von Köln aus erreicht man die Grachtenmetropole schon in weniger als 2 ¾ Stunden.

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention - Das Bild ist urheberrechtlich geschützt, bitte Bildunterschrift beachten!

Freitag, 12. August 2011

Arnheim und Nimwegen: Zwei ungleiche Schwestern

Direkt hinter der deutsch-niederländischen Grenze befinden sich mit Arnheim und Nimwegen zwei reizvolle Städte, die sich besonders durch ihre kulturelle Vielfalt auszeichnen. Neben der abwechslungsreichen Natur präsentiert die Gegend ebenso im Bereich Mode und Design, moderne Architektur sowie Gesundheit und Wellness ein reichhaltiges Angebot.

Der Korenmarkt in Arnheim. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention.
Arnheim: Grün und groß in Mode
Arnheim ist groß in Mode. Die Hauptstadt der Provinz Gelderland beherbergt die Modeakademie „Artez“, aus der ständig neue Talente hervorgehen – die berühmtesten unter ihnen das Modeduo Victor & Rolf. Absolventen eröffnen Geschäfte im Stadtteil Klarendal, der immer mehr zum Trendviertel avanciert. Dass „Mode made in Arnheim“ international bekannt ist, liegt aber wohl an der Modebiennale, die mit ihrer Mischung aus Design und Kunst Schöngeister aus der ganzen Welt anlockt.

Die grenznahe Stadt gilt außerdem als die grünste Stadt Europas. Diesen Titel verdient sich die Stadt durch die vielen großen Parks (darunter der Naturpark Sonsbeek) und ihre Lage am südlichen Rand des Nationalparks De Hoge Veluwe. Ergänzt wird das abwechslungsreiche Angebot durch weitere Attraktionen wie dem Niederländischen Freilichtmuseum und dem bekannten Tierpark Burgers’ Zoo. Im neu eröffneten Airborne Museum Hartenstein in Oosterbeek können Interessierte die Schlacht um Arnheim eindrucksvoll nacherleben. Die reiche Geschichte Arnheims wird außerdem in den 39 mittelalterlichen Kellern unter der Innenstadt wieder lebendig. Die Sint-Eusebiuskirche, auch Grote Kerk (Große Kirche) genannt, ist mit ihrem 93 Meter hohen Turm die größte und wichtigste Kirche der Stadt. Abends trifft man sich in einer der vielen regional geprägten Kneipen, in Discotheken, Restaurants oder Cafés rund um den Korenmarkt.

Die Innenstadt von Nimwegen. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention.
Nimwegen: Alt, aber nicht museal
Während sich Arnheim jugendlich gibt, kokettiert Nimwegen mit dem Image als älteste Stadt der Niederlande. Gegründet vor über 2000 Jahren als römische Siedlung, sind die Spuren der Vergangenheit allerorts sichtbar – ohne dass Nimwegen museal wirkt. Moderne Geschäfte und Cafés sowie eine lebendige Studentenszene sorgen dafür, dass die Stadt mit der Zeit geht.
Neben gemütlichen Cafés locken weitere Attraktionen im Zentrum Nimwegens, darunter Museen und die über die ganze Stadt verteilten Erinnerungen an die römische Vergangenheit. Darüber hinaus erhielt die Innenstadt 2009 den Titel „abwechslungsreichstes Einkaufszentrum der Niederlande“. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das historische Gebäude De Waag (die Waage), Museum het Valkhof, der Kronenburgerpark, das Nationale Befreiungsmuseum in Groesbeek und das Afrika-Museum in Berg en Dal. Was für Arnheim die Modebiennale ist, ist für Nimwegen die Internationale Wandelvierdaagse. Das Wanderspektakel findet jedes Jahr statt, und mit rund 45.000 Teilnehmern handelt es sich bei dieser viertägigen Wanderung um die weltweit größte Veranstaltung ihrer Art. Die Wandelvierdaagse ist Teil des Stadtfests Vierdaagsefeesten, das Nimwegen jeden Juli eine Woche lang in eine große Bühne für Konzerte und Partys verwandelt.

Gemeinsam bilden die Schwesternstädte einen abwechslungsreichen Großraum: städtisch einerseits, andererseits grün, mit einer Landschaft, die zum Wandern, Radfahren oder zum Entdecken der Historie einlädt.

Allgemeine Informationen sowie aktuelle Angebote: www.niederlande.de/stadt;
www.regioarnhemnijmegen.nl

Eine Auswahl an Attraktionen in Arnheim und Nimwegen:

Farbe bekennen im niederländischen Freilichtmuseum
Kleider machen Leute, und mit unserer Kleidung erzählen wir seit jeher wer wir sind und wofür wir stehen. Schon unsere Vorfahren drückten mit ihren traditionellen Trachten Gruppenzugehörigkeit aus. Wie das funktioniert und was hinter unseren verschiedenen Kleidungsstilen steckt, versucht das niederländische Freilichtmuseum („Het Nederlands Openluchtmuseum“) in Arnheim mit seiner neuen Trachtenausstellung „Farbe bekennen“ zu erklären. Die semi-permanente Ausstellung zeigt noch bis 2013 das Aufeinandertreffen von niederländischer Tracht und historischen surinamischen Kotomisi-Kostümen. Für Kinder wird zudem ein weiteres Extra angeboten: In der Kinderküche des Freilichtmuseums haben kleine Freizeitköche die Möglichkeit, Köstlichkeiten aus der ganzen Welt zu zaubern und so spielerisch zu lernen, welche Geschichte hinter den neuen Geschmäckern steht. Denn die „neuen Niederländer“, wie die Einheimischen Surinams genannt wurden, brachten nicht nur ungewöhnliche Kleidung, sondern auch fremdartige Gerüche und Gerichte mit nach Holland: Loempia (eine Art Frühlingsrolle) sind für kleine Niederländer heute so alltäglich geworden wie Käse und Vla.

Weitere Informationen: www.openluchtmuseum.nl

Spritzige Aktivitäten im Wassermuseum
Während der holländischen Sommerferien (noch bis zum 4. September) gibt es im niederländischen Wassermuseum („Het Nederlands Watermuseum“) in Arnheim viel zu erleben. Für kleine Wasserratten wird ein spritziges Ferienprogramm angeboten: Bewaffnet mit Kescher und Eimer geht es hinterm Museumsgebäude im Bachlauf Jansbeek auf Suche nach Wassermonstern. Anschließend wird mit Lupe und Mikroskop der Fang bestimmt und werden alle Fragen rund ums Leben im Wasser beantwortet. Außerdem gibt es eine neue Ausstellung mit dem Titel „Wasserarbeiter“ zu entdecken, bei der Groß und Klein erfahren, welche Rolle der Mensch im Kreislauf des Wassers spielt.

Weitere Informationen: www.watermuseum.nl

Großes Spektakel beim Gebrüder Van Limburg Festival
Pferdehufe klappern über das alte Kopfsteinpflaster, Hausierer bieten ihre Waren feil, Bogenschützen zeigen ihre Kunstfertigkeit und Schafherden versperren die engen Gassen: Am 26., 27. und 28. August, erhält beim Gebrüder Van Limburg Festival das späte Mittelalter wieder Einzug in Nimwegen. Die älteste Stadt der Niederlande steht in diesen Tagen ganz im Zeichen von Marketenderinnen, Burgfräuleins und Rittern. Hunderte Statisten erwecken die berühmten Miniaturen der Brüder Herman, Paul und Jan van Limburg zum Leben. Den Höhepunkt des Spektakels bildet wie immer die große Parade vom Kronenburgerpark über den großen Markt hin zum Valkhofpark am Sonntag: Rund 400 Soldaten, Adelige, Kaufleute und Geistliche zeigen, wie Nimwegen und seine Bewohner im Mittelalter aussahen und nehmen Zuschauer mit auf eine spannende Zeitreise.

Weitere Informationen: www.gebroedersvanlimburgfestival.nl

Im Museonder die Welt von unten erleben
Im Besucherzentrum des niederländischen Nationalparks De Hoge Veluwe erschließen sich ganz neue Perspektiven: Das Museum Museonder gewährt einen überraschenden Einblick in alles, was unter der Erdoberfläche lebt und gelebt hat. Es nimmt Besucher immer tiefer mit unter die Erde — bis hin zum Erdmittelpunkt. Unterwegs auf der Reise durchs Erdreich sind die merkwürdigsten Dinge zu entdecken, wie zum Beispiel das komplette Wurzelsystem eines 135 Jahre alten Baumes. Ein familienfreundliches Extra: Der Besuch des Museums Museonder ist im Eintrittspreis für den Nationalpark inbegriffen. Dort können Besucher auch mit einem der rund 1.700 vom Park kostenlos zur Verfügung gestellten weißen Fahrräder das weitläufige Gelände des Nationalpark erkunden. Das Museum ist täglich von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet — von April bis einschließlich Oktober bis 18 Uhr.

Weitere Informationen: www.hogeveluwe.nl

Mitten in der Stadt dem Alltagsstress entfliehen
Im Spa Wellness Hotel Scandic Sanadome Nijmegen können entspannungssuchende Urlauber die Seele baumeln lassen — und das mitten im Herzen Nimwegens. Auf rund 2.500 Quadratmetern laden zahlreiche Wellness- und Wohlfühlangebote zum Entspannen ein. Die großzügige Thermenlandschaft verfügt unter anderem über ein großes Thermalbad, verschiedene Whirlpools und Warmwasserbecken, ein Salzwasserbad, ein Dampfbad, ein Solarium und eine große Liegewiese. Das Spa ist täglich von 9 bis 23.30 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet 27,50 Euro pro Person (am Wochenende 26,50 Euro, ab 17 Uhr 21,50 Euro).

Weitere Informationen: www.regioarnhemnijmegen.nl

Weltreise im Burgers‘ Zoo
Mit den Füßen durch den heißem Sand der Wüste laufen, die schwüle Luft des Regenwaldes atmen, inmitten riesiger Schwärme exotischer Fische stehen und wilde Tiere aus nächster Nähe erleben: All diese spannenden Aktivitäten warten im Tierpark Burgers‘ Zoo in Arnheim auf abenteuerlustige Besucher. Detailgetreue und großzügige Nachbauten der natürlichen Lebensräume von Pflanzen und Tieren auf rund 45 Hektar — sogenannte Öko-Displays — ermöglichen einen einzigartigen Querschnitt durch die verschiedenen Ökosysteme der Erde und einen Weltreise an nur einem Tag. Dank seiner innovativen Haltungsweise wurde der Park kürzlich sogar zur besten Attraktion der Provinz Gelderland gekürt. Burgers‘ Zoo ist ganzjährig von 9 bis 19 Uhr geöffnet. In der Wintersaison (1. November bis 31. März) bis 17 Uhr.

Weitere Informationen: www.burgerszoo.nl

Ein Museum für das liebste Gefährt der Holländer
Wer die Niederlande kennt, weiß dass ihre Bewohner nicht ohne ihr heißgeliebtes „fiets“ (Fahrrad) können. Mit rund 18 Millionen Fahrrädern hat unser kleines Nachbarland die höchste Fahrraddichte der Welt. Kein Wunder also, dass die Holländer ihrem liebsten Gefährt mit dem Velorama in Nimwegen ein eigenes, nationales Museum gewidmet haben. 250 bereifte Exponate warten hier darauf, von Fahrradbegeisterten aller Altersklassen entdeckt zu werden. Altertümliche und moderne Fahrräder erzählen auf originelle Art und Weise die Geschichte des Stahlrosses — vom ersten Laufrad (Draisine) aus dem Jahre 1817 bis hin zum technisch fortgeschrittenen Rennrad von heute. In der museumseigenen Werkstatt lassen versierte Restauratoren die neuesten alten Errungenschaften des Museums wieder in altem Glanz erstrahlen. Das Fahrradmuseum ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen von 11 Uhr bis 17 Uhr. Kleine Pedalritter bezahlen 3 Euro Eintritt, Erwachsene 5 Euro. Für Senioren, Behinderte und Familien werden zudem spezielle Tarife angeboten.

Weitere Informationen: www.velorama.nl

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention 

Mittwoch, 10. August 2011

Der Sonne hinterher: Ferien am Wasser in Zeeland

Die meisten Sonnenstunden der Niederlande, kilometerlange Sandstrände und ideale Wassersportverhältnisse - das ist Zeeland, die Riviera der Niederlande. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention
Ganz im Süden der Niederlande gelegen und gesäumt von rund 70 Kilometern abwechslungsreicher Küste, verspricht die Provinz Zeeland erstklassige Urlaubsbedingungen. Die Weitläufigkeit der Strände eignet sich für Wassersportler, die ihrer Leidenschaft an den Stränden von Vrouwenpolder frönen können, ebenso wie für Familien und Pärchen, die sich bei ausgedehnten Strandspaziergängen vom Alltagsstress erholen können. Bademeister sorgen für Sicherheit, sodass auch Eltern ihre Kleinsten unbesorgt spielen lassen können. Für die Pause vom Sonnenbaden laden zahlreiche Strandpavillons zu typisch holländischen Leckereien wie „Chocomel“ und „Pannekoek“ ein. Zudem sind viele der Strände mit der blauen Flagge versehen. Das internationale Gütesiegel für Strände und Häfen beurteilt Sauberkeit, Wasserqualität, Strandaufsicht und sanitäre Anlagen.

Neben den breiten Sandstränden ist das Deichvorland eine typische Landschaftsform der Provinz Zeeland. Die Gebiete außerhalb der Dämme an der Ooster- und Westerschelde dienen als beliebte Brutplätze der Küstenvögel, und so sind spezielle Dünengebiete zu Naturschutzgebieten erklärt worden. Die Gegend ist ein wunderbares Terrain für Wanderungen und Radtouren. Pedalrittern und Wanderern bietet das Gebiet ein weiteres Extra: In den Sommermonaten verkehren spezielle Fährdienste zwischen den einzelnen Inseln und Halbinseln. Sie bringen Passagiere trockenen Fußes ans andere Ufer — Urlaubsgefühl inklusive.

„Rondje met een pontje“ — Radtouren mit der Fähre
In Zeeland ist das Wasser nie weit weg. In der Sommerzeit haben Urlauber die Möglichkeit, auf eine ganz besondere Art und Weise ans andere Ufer zu gelangen: Radtouren mit der Fähre („Rondje met een pontje“) lassen das alte Inselgefühl wieder aufleben und befördern Radfahrer und Fußgänger mit typisch holländischen Fähren zu neuen Ufern.

Um das kühle Nass zu überwinden gab es früher mehr als 100 verschiedene Fähren und Fährdienste — oft das einzige Bindeglied zwischen den Inseln und zum Festland. Zumeist wurden sie als Frachtschiffe in der Landwirtschaft genutzt, aber die Bauern beförderten oft nicht nur ihre Ernte, sondern auch Passagiere. Doch mit dem technischen Fortschritt haben auch die Zeeländer neue Möglichkeiten entdeckt, mit und vor allem am Wasser zu leben: Zahlreiche Brücken und Tunnel verbinden heute die Inseln mit dem Rest der Welt und erübrigen die Überfahrt per Fähre. Die meisten Fährbetriebe sind inzwischen eingestellt, doch in den Sommermonaten durchquert noch immer eine Handvoll Fähren die Provinz.

Dank des gut ausgebauten niederländischen Radroutennetzes können sich Radfahrer die nächste Route zwischen den Abfahrtsorten der Fähre selbst zusammenstellen. Unverzichtbar bei der Planung einer Überfahrt ist der Almanach der zeeländischen Fähren („De Almanak van de Zeeuwse pontjes“). Dieses Buch im Taschenformat enthält viele nützliche Informationen, wie Fahrzeiten, Preise und Telefonnummern der Fähren. Bei Problemen kann der Fährmann telefonisch kontaktiert werden. Der Almanach und die Karten des Radroutennetzes (FIKS) sind bei den Fremdenverkehrsbüros in Zeeland erhältlich.

Tipp: Radfahrer, die eine „rondje met een pontje“ in ihre Radroute eingeplant haben, sollten sich vor Aufbruch über das Wetter informieren: Bei starkem Wind werden einige Fähren aus dem Verkehr genommen. Ein Anruf beim Fährmann ist in diesem Fall empfehlenswert.

Weitere Informationen: www.rondjepontje.nl

Kostenlos ins Internet in Veere
Einen extra Urlaubsbonus bietet jetzt die zeeländische Gemeinde Veere: Ein kostenloser Internetzugang auf der Straße — das sogenannte „freewifi“ — ermöglicht Urlaubern das Surfen im Internet. So können sie Informationen über die Region suchen oder den Lieben zu Hause sonnige Grüße aus dem Zeeland-Urlaub senden — dieser Service ist einmalig in den Niederlanden. „Freewifi“ wird in allen Küstenorten der Gemeinde Veere, Dishoek, Zoutelande, Westkapelle, Domburg, Oostkapelle sowie Vrouwenpolder und in Veere selbst auf allen größeren Straßen angeboten. Um das Netz nutzen zu können, müssen Urlauber einfach das Netzwerk „freewifi“ anwählen und anschließend den roten Login-Button anklicken, schon haben sie freien Zugang zum Internet.

Weitere Informationen: www.freewifizeeland.com

Allgemeine Informationen rund um die Provinz Zeeland: www.niederlande.de/meer; www.vvvzeeland.nl

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention