Samstag, 31. Dezember 2011

Ein gutes neues Jahr

Das Team der ErlebnisPostille wünscht allen Lesern ein gutes neues Jahr 2012!

Wir seh'n uns...


Mittwoch, 21. Dezember 2011

„Holland natürlich“ ist Themenjahr 2012: Nationalparks, Weltnaturerbe und viel Wasser

Die landschaftliche Vielfalt der Niederlande beleuchtet das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) im Jahre 2012 unter dem Titel „Holland natürlich“. Im Rahmen des Themenjahres wird sich anhand von vier inhaltlichen Schwerpunkten alles um Innovationen, Nachhaltigkeit, Gesundheit und die Vielfalt der Natur in den Niederlanden drehen. Die vier Themen heißen: „Grün in und um die Städte“, „Aktiv in der niederländischen Natur“, „Wellness: Gesundheit, Entschleunigung und Entspannung in der Natur“ und „Authentische Niederlande: Wasser, Luft und Landschaften“.

Konkret geht es bei „Holland natürlich“ um die Nationalparks des Landes, um die historischen Landschaften und um das „Waterland“. Das Besondere an den Nationalparks in den Niederlanden ist, dass die meisten von ihnen durch Wasserlandschaften und ein vielfältiges Naturangebot mit ausgezeichneten Rad- und Wanderwegen, oftmals in Kombination mit Kultur, geprägt sind. Die „Historischen Landschaften“ in den Niederlanden wiederum verbinden das kulturhistorische Gut der Niederlande mit der Natur. Das Groene Hart und die Hollandse Plassen bestechen durch ihre Polderlandschaft mit historischen Städtchen und Dörfern. Traditionen wie Silberschmieden, Käsebauernhöfe und Pfeifenmacher gibt es hier noch zu bestaunen. Die historischen Landschaften lassen sich durch malerische Flussdeltas und Wasserkanäle, Naturgebiete mit Flora und Fauna, Rad- und Wanderwege sowie durch ihre zahlreichen Burgen, Schlösser und Festungen charakterisieren. So lohnt in der Gelderse Poort ein Besuch im Kasteel Doornenburg oder im Kasteel Kinkelenburg. Der Festungsring van Amsterdam zählt sogar zum UNESCO-Welterbe.

Natürlich in Holland
Holland ist nicht nur ein Land am Meer, sondern auch ein dem Meer abgerungenes Land. Die friesische Seenplatte mit ihrer Kombination aus vielen natürlichen Flüssen und künstlich angelegten Kanälen ist beispielhaft für das Verhältnis der Niederländer zum Wasser. Bei Kennern wird die Region für ihre abwechslungsreiche Flora und Fauna und die zahlreichen Wassersportmöglichkeiten geschätzt. Auch das Wattenmeer, zwischen dem Festland und den fünf niederländischen Inseln, ist bei Besuchern beliebt und wurde im Jahr 2009 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Die Inseln Texel und Ameland sind unter anderem als Brutgebiete für große Vogelkolonien bekannt. Weitgehend unentdeckt sind dahingegen die vielseitigen holländischen Nationalparks: Spazierengehen, Wandern oder Radfahren kann man beispielsweise im Nationalpark „De Hoge Veluwe“. Er liegt nordwestlich von Arnheim, direkt hinter der Grenze zu Deutschland, und überrascht mit Abwechslung: Hier warten majestätische Baumalleen, bizarre Sandverwehungen und karge Heidelandschaften sowie Rehböcke, Wildschweine, Ringelnattern und Moorfrösche in rund 5.500 Hektar Wald- und Parklandschaft auf die Besucher. Am Eingang des Nationalparks stehen 1.700 weiße Fahrräder bereit, die für die Entdeckungstour durch den Park kostenlos genutzt werden dürfen. Mittendrin, umgeben von einem märchenhaften Skulpturengarten, befindet sich das Kröller-Müller Museum, das eine der bedeutendsten Van Gogh-Kollektionen sowie Werke u.a. von Pablo Picasso, Piet Mondrian, Claude Monet zeigt. Beim Blick über die weitgehend unberührte Landschaft vom Turm des Landsitzes der Eheleute Kröller-Müller wird einem schnell klar, dass Hollands Natur 2012 zu Recht zentrales Thema ist.

Floriade 2012 ist Höhepunkt des Themenjahres
Höhepunkt des Themenjahres „Holland natürlich“ ist die Weltgartenbau-Expo Floriade, die nur alle zehn Jahre stattfindet. In Venlo präsentieren sich vom 5. April bis zum 7. Oktober 2012 rund 30 Länder und 90 nationale Aussteller auf dem 88 Hektar großen Gelände. Zu den Beiträgen zählen Pavillons aus China, Sri Lanka, Indonesien und der Türkei, aber auch das Land Nordrhein-Westfalen ist mit einem eigenen Pavillon vertreten.

Die Floriade zeigt in fünf großen Themenbereichen, welchen Einfluss Gartenbau auf Lebensqualität ausübt, unmittelbar und langfristig gesehen. Die Bereiche „Relax & Heal“, „Green Engine“, „Education & Innovation“, „Environment und World Show Stage“ sind durch dichte, naturbelassene Waldgebiete voneinander getrennt – Besucher haben so die Möglichkeit, den Kopf zu lüften, bevor sie neue Eindrücke im nächsten Themenbereich sammeln. Besonders spektakulär ist beispielsweise der „Earthwalk“, Teil des Rabobank-Pavillons im Bereich Environment. Hierbei handelt es sich um eine überdimensionale Weltkugel mit einem Durchmesser von 20 Metern. Besucher können das Dach der Erde erklimmen und aus einer anderen Perspektive betrachten, wie die Menschen die Erde nutzen und wie Gesellschaften entstehen. Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden hier großgeschrieben. „Relax & Heal“ ist dahingegen asiatisch angehaucht und auf den Einfluss von Natur auf Gesundheit, Wohlbefinden und Stimmung fokussiert. „Green Engine“ zeigt die Verbindung von Natur mit Industrie und Wirtschaft auf; „Education & Innovation“ thematisiert die Rolle der Natur in der Zukunft, beispielsweise im Rahmen von interessanten Obstkreationen, die selbstverständlich probiert werden können. Das Amphitheater „World Show Stage“ ist am Ende des Floriade Boulevards gelegen und bietet Abwechslung mit einem täglichen Kulturprogramm.

Die Floriade fand zum ersten Mal vor 52 Jahren in Rotterdam statt – der Rotterdamer Euromast war Aussichtssturm der Expo und ist noch heute eins der Wahrzeichen der Stadt.

Weitere Informationen: www.niederlande.de; www.floriade.nl; www.hogeveluwe.nl.


Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

 

Dienstag, 20. Dezember 2011

Mal eben nach Holland: Niederländische Städte sind gut vernetzt

Der Hauptbahnhof von Amsterdam - mit dem ICE von Deutschland aus leicht zu erreichen. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Niederländische Städte erfreuen sich seit Jahren einer wachsenden Zahl deutscher Besucher. Das liegt einerseits daran, dass Städtereisen generell beliebter werden, andererseits auch an dem besonderen Flair in den holländischen Städten, die sich weltoffen, trendy und zugleich gesellig präsentieren. Nicht zuletzt spielt die gute Erreichbarkeit von Deutschland aus sowie die kurze Entfernung zwischen den Städten eine Rolle.

Von Land zu Land und von Stadt zu Stadt
So liegen etwa der mondäne Regierungssitz Den Haag und die moderne Architekturstadt Rotterdam weniger als 20 Kilometer auseinander – an einem Wochenende kann man erst zwischen glatten Hochhäuserfassaden und preisgekrönten Brücken Rotterdams bummeln, um dann nach Den Haag zu fahren und durch die eleganten historischen Straßenzüge zu flanieren.

Züge zu fast allen großen Städten in Holland verlassen Amsterdam täglich mehrmals pro Stunde. Utrecht etwa ist vom Amsterdamer Hauptbahnhof mit der Bahn bequem innerhalb von einer halben Stunde (Ticket knapp sieben Euro) zu erreichen: Hier kann man unter anderem durch den botanischen Garten flanieren, das Centraal Museum besuchen oder den Dom-Turm erklimmen. Viel zu entdecken gibt es außerdem beim Lichtkunst-Rundweg „Trajectum Lumen“ und den Utrecht Underground-Touren, welche die Grachtenstadt von zwei unterschiedlichen Seiten zeigen. Und selbst im südlich gelegenen Eindhoven ist man von Amsterdam aus in nur eineinhalb Stunden: Die Stadt des Lichts und des Designs lädt ein zum entspannten Shopping im De Bergen Viertel und auf einen Drink danach am Wilhelminaplein.

Mit dem Flugzeug oder mit der Bahn
Ob von München, Hamburg, Berlin oder aus dem Ruhrgebiet – mit der Bahn oder auf dem Luftweg ist man schnell in Holland. Der ICE ab Frankfurt/Main (über Köln, Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen) fährt siebenmal am Tag nach Amsterdam und macht dabei auch halt in Arnheim direkt hinter der Grenze sowie in Utrecht. Von Köln aus ist man in gut zweieinhalb Stunden in der niederländischen Hauptstadt.

Für den Kurztrip hinüber ins Nachbarland eignet sich aber auch der Luftweg gut. Amsterdam-Schiphol ist ein Knotenpunkt für Flüge der holländischen Airline KLM, von München und Hamburg ist man in gut eineinhalb Stunden dort. Die Fluggesellschaft easyJet fliegt morgens um 7 Uhr ab Berlin und abends um 19 Uhr von Amsterdam zurück – so können Touristen tagsüber entspannt entlang der Grachten bummeln und abends schon wieder auf dem heimischen Sofa sitzen.


Weitere Informationen: www.niederlande.de/stadt


Anreisemöglichkeiten


Deutsche Bahn:
ICE Frankfurt a.M. nach Amsterdam Centraal
Über Köln, Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Arnheim, Utrecht
Fährt 7x täglich, Dauer 4 Stunden, ab Köln gut 2 1/2 Stunden
Ab Frankfurt Hbf etwa alle 2 Stunden zwischen 5 und 19.30 Uhr, ab Amsterdam Centraal etwa alle zwei Stunden zwischen 7 und 21 Uhr






easyJet:
Berlin Schönefeld nach Amsterdam Schiphol
Flugdauer gut eineinhalb Stunden

Hin: Täglich 7 und 17 Uhr (Di. und Mi. nur morgens), Sa. 7.35 Uhr, So. 11.20 Uhr
Zurück: Täglich 9:10 und 19:10 Uhr (Di. und Mi. nur abends)
Sa. 9:40 Uhr, So. 13:30 Uhr


KLM:
München nach Amsterdam Schiphol
Flugdauer gut eineinhalb Stunden
Hin: Täglich 7, 9:50, 11:50 Uhr (sonntags kein Flug um 11:50 Uhr)
Zurück: Täglich 15:15, 17:45, 20:35 Uhr

Hamburg nach Amsterdam Schiphol
Flugdauer gut eine Stunde
Hin: Täglich 6, 8:45, 12, 15, 18 Uhr
Zurück: Täglich 10:15, 13:15, 16:15, 21:25 Uhr


Germanwings:
Berlin Schönefeld nach Maastricht-Aachen
Flugdauer gut eine Stunde

Hin: Täglich 18:30 Uhr außer: donnerstags 18:05 Uhr, samstags 6:45 Uhr, sonntags 18:55 Uhr
Zurück: täglich 20:15 Uhr außer: donnerstags 19:50 Uhr, samstags 8:30 Uhr, sonntags 20:35 Uhr



Flugbuchung.com - Die günstigen Flugpreise im Netz




Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Freitag, 4. November 2011

Traditionelle Segelschiffe wetteifern um den Wattwimpel

Jedes Jahr im Herbst bieten die ehrgeizigsten Segler den rauen Wassern des Wattenmeeres die Stirn und segeln zwischen den niederländischen Inseln um die Wette. Das Wattrennen ist ein Wettkampfsegeln für traditionelle Charterschiffe und findet am 5. und 6. November 2011 statt. Die Schiffe starten zwischen 8 und 8.30 Uhr vom Hafen in Harlingen. Von dort geht es über das Wattenmeer in beliebiger Reihenfolge zu den Häfen von Den Oever, Texel, Vlieland und Terschelling, um dann schließlich im Laufe des Sonntags wieder den Zielhafen in Harlingen anzusteuern. Der Routenverlauf ist frei wählbar, Windrichtung und Strömung spielen eine wichtige Rolle. Daher sind Taktik und die genauen Kenntnisse von Schiff, Watt und Wind für den Erfolg ausschlaggebend.

Interessierte Passagiere sind nach vorheriger Anmeldung willkommen an Bord. Wer Wassersport dennoch lieber vom Land verfolgt, kann dies im Start- und Zielort Harlingen ganz einfach tun: Der Hafen reicht bis in die hübsche Innenstadt hinein, die Stadt ist außerdem von Grachten durchzogen.

Weitere Informationen: www.niederlande.de/wassersport

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Donnerstag, 3. November 2011

Winterliches Utrecht: Grachten, Schnulzen und ein hippes Kaninchen

Ob mit einer weihnachtlichen Eisbahn, einem zu Tränen rührenden „Schnulzenfestival“ oder einer Stadtführung mit Obdachlosen: Die niederländische Großstadt Utrecht umgarnt ihre Besucher auch in der dunklen Jahreszeit mit ungewohnten Attraktionen.

Musikalischer Herbst
Utrecht gibt sich musikalisch: Eine bunt gemischte Auswahl verschiedener Festivals im November verbreitet in der dunklen Jahreszeit fröhliche Stimmung. Beim „Smartlappenfestival“ (Schnulzenfestival) spielen Bands vom 18. bis zum 20. November in zahlreichen Cafés und Restaurants in der Innenstadt Schlagermusik bis in die Nacht. Das Utrechter Musikfestival „Le Guess Who?“ (24. bis 27. November) setzt derweil auf einen modernen und internationalen Charakter: Zum Line-up gehören dieses Jahr unter anderem Panda Bear aus New York, Bo Ningen aus Japan und Inerane aus Nigeria. Zum Ausklang des Jahres bietet das Kammermusik-Festival vom 26. bis zum 30. Dezember klassische Klänge.

Familienspaß im Winter
Auch für Familienspaß ist gesorgt; besonders für Kinder ist das Dick Bruna Haus am Centraal Museum Utrecht einen Besuch wert. Der Schöpfer der „Nijntje“-Bücher (Deutsch: „Miffy“), der aus Utrecht stammt und dort lebt, hat mit der weltbekannten Zeichenfigur eine minimalistische und zeitlos moderne Kreation geschaffen. Während die Kinder die Mitmachabteilung erkunden, können Erwachsene in der angegliederten Werkschau mehr über die vielfältigen Talente des Grafikers und Kinderbuchautors Dick Bruna erfahren. Bis zum
22. Januar läuft im Centraal Museum noch die korrespondierende Ausstellung „Nijntje in de Mode“, bei der Designer das berühmte Kaninchen angekleidet haben.

Etwas technischer und richtig winterlich geht es im Eisenbahnmuseum in Utrecht zu: Inmitten der Gleise entsteht eine Winterlandschaft. Hunderte Weihnachtsbäume, tausende Lämpchen und eine Eisbahn mit antikem Karussell sorgen zwischen Weihnachten und Neujahr für Winterfreuden. Am 23. Dezember wird die „Winter Station“ mit einem großen Feuerwerk eröffnet; sie ist dann bis zum 8. Januar 2012 geöffnet.

Lichtinstallation „Trajectum Lumen”
Ebenfalls hell erleuchtet wird Utrecht durch das Projekt „Trajectum Lumen”. Dabei können Besucher und Einwohner der Stadt auf eine Entdeckungstour im Dunkeln gehen, entlang besonders angeleuchteter Sehenswürdigkeiten und Kunstobjekte. Von der zentral gelegenen Vredenburg führt eine in den Boden eingelassene Lichtspur entlang der Werke von renommierten Lichtkünstlern. In den nächsten Jahren erstrahlen entlang der Route immer mehr Kunstwerke – bis das „Trajectum Lumen“ die Stadt im Jahr 2013 zu den Feierlichkeiten des „Friedens von Utrecht“ (1713, Ende des Spanischen Erbfolgekrieges) in voller Pracht erscheinen lässt. Trajectum Lumen lässt Objekte, Gebäude, Straßen, Grachten und Brücken erleuchten und erzählt so auf kreative Weise eine Geschichte der Stadt. Die Route führt entlang besonderer und teilweise noch unbekannter Orte im historischen Zentrum. Im Spazierschritt kann man die Tour in etwa eineinhalb Stunden absolvieren.

Utrecht Underground
Einen weiteren besonderen Spaziergang können Besucher in Begleitung machen: Unter dem Namen „Utrecht Underground“ bieten ehemalige Obdachlose und frühere Drogenabhängige Einblicke in ihre Stadt. Mit dem Zertifikat zum ausgebildeten Fremdenführer in der Tasche, begleiten sie Besucher zu jenen Orten, wo sie früher „abgehangen“ haben. Oft auf humorvolle Weise erzählen sie dabei vom Leben auf der Straße. Und das für einen guten Zweck, denn die Initiatoren verfolgen das Ziel, Menschen mit psychiatrischen Störungen oder Suchterkrankungen den Weg zurück in die Normalität zu ebnen.

Außer den verschiedenen Veranstaltungen bietet die viertgrößte Stadt der Niederlande natürlich auch die landestypischen Attraktionen: Grachten, an deren Ufern sich ehemalige Warenhäuser, Cafés und prächtige Patrizierhäuser aneinanderreihen. Eine vitale Innenstadt mit verwinkelten Kneipen und Geschäften sowie zahlreichen ungewöhnlichen Ausstellungshäusern wie dem Museum für zeitgenössische Aborigines-Kunst (AAMU), dem charmanten Spieluhrenmuseum oder dem Museum Catharijneconvent, das in einem alten Kloster die Geschichte des Christentums in den Niederlanden erzählt. Und den Dom, der mit seinem 112 Meter hohen Turm lange Zeit das höchste Gebäude der Niederlande war.

Weitere Informationen: www.niederlande.de/stadt; www.toerisme-utrecht.nl; www.spoorwegmuseum.nl


Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Letzte Ausstellung im Mauritshuis: Moderne Meister zu Gast

Bevor die Königliche Gemäldegalerie Mauritshuis in Den Haag ihre Tore Anfang 2012 für umfangreiche Umbau- und Renovierungsmaßnahmen schließt, präsentiert sie noch bis einschließlich 11. Dezember 2011 die Ausstellung „Dalí trifft Vermeer: Moderne Meister zu Gast“. Zu sehen sind Werke moderner Meister wie Van Gogh, Monet oder Dalí sowie Gemälde aus dem 17. Jahrhundert aus der Sammlung des Mauritshauses. Die Sammlung umfasst Meisterwerke holländischer Künstler wie Rembrandt, Vermeer, Steen und Hals; Flamen wie Rubens und Brueghel sowie von Deutschen wie Holbein. Einige dieser Maler des 17. Jahrhunderts bekommen im Rahmen der Ausstellung „Besuch“ von verschiedenen modernen Künstlern. Deren Gemälde sind in der Periode von 1860-1960 entstanden und aus Sammlungen niederländischer Museen entliehen. In jedem Saal des Museums wird ein Gemäldepaar präsentiert, was zu Vergleichen der Kunstwerke aus unterschiedlichen Epochen anregen soll und dabei zeigt, wie Maler zu verschiedenen Zeiten mit denselben künstlerischen Fragestellungen umgingen. „Das Zusammenspiel der Kunstwerke bietet die Möglichkeit, die Kunst aus dem 17. Jahrhundert auf eine frische Art und Weise zu betrachten”, sagt Emilie Gordenker, Direktorin des Mauritshauses.

Im Rahmen des „Masterplans Mauritshuis“ wird ab Anfang 2012 ein Teil des Altbaus unterirdisch mit dem gegenüberliegen Gebäude verbunden. Die Oberfläche des Ausstellungshauses wird durch diese Maßnahme verdoppelt. Der Museumsladen und das -café werden komplett erneuert. Während des zweijährigen Umbaus ist ein Teil der permanenten Sammlung des Mauritshauses weiterhin zu bewundern: In einer einzigartigen Kooperation nimmt das Gemeentemuseum Den Haag rund 100 Meisterwerke des Mauritshauses auf.

„Dalí trifft Vermeer: Moderne Meister zu Gast“, Mauritshuis Den Haag, Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 10 bis 17 Uhr, sonntags 11 bis 17 Uhr

Weitere Informationen auf: www.mauritshuis.nl; www.niederlande.de/stadt

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Wiedereröffnung im Amsterdamer Museum Van Loon - Restauriertes Kutschhaus ergänzt historisches Ensemble

Im Herzen Amsterdams, an der noblen Keizersgracht, können Besucher im Museum Van Loon einen Einblick in das Leben und die Wohnkultur einer reichen Amsterdamer Kaufmannsfamilie des Goldenen Zeitalters der Niederlande erhalten. Das Museum befindet sich im einstigen Wohnhaus der Familie Van Loon: Willem van Loon war im Jahre 1602 Gründungsmitglied der Niederländischen Ostindien-Companie (VOC).

Nach zweijähriger Renovierung eröffnete dort am 22. September das Kutschhaus, das sich auf der Rückseite des Museumsgartens befindet. Damit wurde pünktlich zum Geburtstag des Museumsgründers, Professor Maurits van Loon (1923-2006), die historische Einheit des Kanalhaues, des Gartens im Stil des 17. Jahrhunderts und des Kutschhauses wieder hergestellt – ein Ensemble, das im derartigen Originalzustand nirgendwo sonst in den Niederlanden zu bewundern ist. Die Remise wurde ebenso wie das Haupthaus im Jahre 1672 durch den bekannten Architekten Adriaan Dortsman konzipiert. Die Familie Van Loon hatte eine große Leidenschaft für Pferde und besaß eine der bedeutendsten Kutschensammlungen der Niederlande. Zu sehen sind nun die originalen Kutschen, Geschirre und Pferdeschlitten der Familie.

Museum van Loon, Keizersgracht 672, Amsterdam, geöffnet täglich von 11 bis 17 Uhr, dienstags geschlossen.

Weitere Informationen: www.museumvanloon.nl (auf Englisch); www.iamsterdam.com; www.niederlande.de/stadt (allgemeine Informationen zu den niederländischen Städten)

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

„Oranje Boven!“ im Paleis Het Loo - Königliche Souvenirs werden ausgestellt

Die Tasse der Königin und die Tabakpfeife des Prinzen einmal aus der Nähe bestaunen – das ist möglich in der neuen Ausstellung zum Königshaus Oranien-Nassau im Museum Paleis Het Loo in der Nähe der niederländischen Stadt Apeldoorn. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert spielt das Königshaus eine wichtige Rolle im Leben der Niederländer, da die Oranier als Staatsbeamte und später als Könige auftraten und somit auch großen politischen Einfluss hatten. Vom 8. Oktober 2011 bis zum 8. Januar 2012 präsentiert Paleis Het Loo nun die Ausstellung „Oranje Boven!”, in der hunderte Souvenirs gezeigt werden, die an das Haus Oranien erinnern.

Die meisten Andenken stammen aus der Zeit zwischen 1890 und 1990. Der Zeitraum umfasst also die Herrschaft von Königin Emma, die Krönung der jungen Königin Wilhelmina, die Geburt von Prinzessin Juliana und die Krönung von Königin Beatrix. Die meisten Überbleibsel aus den frühen Jahren sind Alltagsprodukte. Aus dem 19. Jahrhundert, als Massenproduktion bereits stärker verbreitet war, findet sich im Museum alles von Tassen und Gläsern über Bierdeckel und Zigarren bis hin zu Uhren und Hemden. Das vermutlich älteste Stück in der Ausstellung ist ein Krug mit dem Wappen von Prinz Maurits, das aus der Zeit um 1600 stammt. Zuletzt wurden einige Erinnerungsstücke von den Geburten der drei Töchter von Prinz Willem-Alexander und Prinzessin Máxima hinzugefügt. Die Souvenirsammlung hat die Historische Vereinigung Oranien-Nassau zusammengetragen und dem Museum zur Verfügung gestellt.

„Oranje Boven“, 8. Oktober bis 8. Januar, Paleis Het Loo Nationaal Museum, Koninklijk Park 1, 7315 JA Apeldoorn, Tel. +31 (0)55-5772400, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Nähere Informationen auf: www.paleishetloo.nl; www.niederlande.de (allgemeine Informationen zum Binnenland der Niederlande)

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Deventer ist „Grünste Stadt Europas“ - Stadt, Land und Kultur miteinander vereint

Die niederländische Hansestadt Deventer an der IJssel wurde im September von der Entente Florale Europa zur Grünsten Stadt Europas gekürt und schlug damit neun andere europäische Städte. Im Jahr 2010 hatte die Stadt bereits auf nationaler Ebene den ersten Platz belegt. „Deventer hat sich zu einer überraschend grünen Stadt entwickelt“, kommentierte die Jury der Entente Florale Europa. „Damit dient sie als Vorbild für die harmonische Integration von Landschaft und Stadtleben und zeigt, wie Natur und Kultur sich auf fantastische Weise ergänzen.“ Das Tourismusbüro vor Ort bietet Besuchern verschiedene Stadtrundgänge an, die diese besondere Kombination hervorheben und Deventers interessante Geschichte als ehemaliger Handelsknotenpunkt im 14. Und 15. Jahrhundert veranschaulichen.

Noch mehr Historisches erfahren Besucher im Waag-Gebäude aus dem Jahre 1528, in dem sich das Stadthistorische Museum befindet. Das abwechslungsreiche Kulturprogramm Deventers findet jedes Jahr im Dezember einen Höhepunkt: Am 17. und 18. Dezember 2011 nimmt das Dickens-Festival das historische Bergviertel der Stadt ein. Hier erwachen rund 900 Personen aus den weltbekannten Romanen des englischen Autors Charles Dickens zum Leben – von Scrooge bis Oliver Twist. Das Festival zieht alljährlich bis zu 150.000 Besucher an und sorgt für Weihnachtsstimmung bei Groß und Klein. Wer von all dem Rummel etwas Abstand nehmen will, der sollte die 220 Stufen des Kirchturms der Lebuinuskerk erklimmen und die lebendige Hansestadt an der IJssel aus 60 Metern Höhe betrachten. Die frische Luft in Deventer genießen kann man auch bei Radtouren in der malerischen Umgebung, beispielsweise entlang der IJssel.

Weitere Informationen: www.vvvdeventer.nl; www.hanzesteden.info; www.niederlande.de (allgemeine Informationen zum Binnenland der Niederlande)

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Spaß auf Kufen: Größte Eisattraktion der Niederlande

Die größte Eisattraktion der Niederlande öffnete Ende September ihre Türen im Freizeitpark Slagharen. Unter dem Namen „IJskoud Slagharen“ (Eiskaltes Slagharen) ist ein Teil des Parks in einen winterlichen Abenteuerpark umgebaut worden. Die neuen Eisattraktionen gelten schon jetzt als Besuchermagnet: Eine hochmoderne Eisbahn mit einer Eisrutsche (FunSlide), einem Eispfad (FunTrack) und einer Eisschanze (QuarterPipe) sorgen für Spaß bei der ganzen Familie. Um möglichst viele Besucher an Hollands neuer Besonderheit teilhaben zu lassen und das beste Wintergefühl zu garantieren, bleibt der Freizeitpark dieses Jahr auch zum ersten Mal in seinem 48-jährigen Bestehen während der kalten Monate geöffnet.

An den Wochenenden vom 3. bis 18. Dezember 2011 können die Besucher die vorweihnachtliche Atmosphäre beim Weihnachtsfest des Parks genießen. Die rund zwanzig Attraktionen, zahlreiche Shoppingmöglichkeiten und eine vielfältigen Auswahl winterlicher Unterhaltung runden das Erlebnis „IJskoud Slaghagen“ ab.

Freizeit- & Ferienpark Slagharen, Zwarte Dijk 37, 7776 PB Slagharen
Tel. +31 (0)523 683 000, info@slagharen.com

Weitere Informationen: www.slagharen.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Erlebniswelt Dschungeldorf: Burgers‘ Zoo plant neuen Spielplatz

Der Tierpark Burgers’ Zoo im niederländischen Arnheim, der für seine Themenwelten wie den Burgers‘ Bush oder den Ocean bekannt ist, bekommt nun auch einen Spielplatz, der zum Thema „Weltreise an einem Tag“ passt. Die offizielle Eröffnung ist für den 30. März 2012 geplant, zum 99. Jahrestag des Zoos. Der Spielplatz soll an ein Dschungeldorf in den Mangrovenwäldern der tropischen Küsten Süd- und Zentralamerikas erinnern, wo die Bewohner ihre Häuser auf Stelzen bauen, um sich vor wechselenden Gezeiten und Überschwemmungen zu schützen. Das Dorf besteht aus Häusern auf Pfählen, die mit abenteuerlichen Hängebrücken, Kletternetzen und Rutschen verbunden sind. Unter den Hütten befindet sich Wasser - der aufregende Ozean mit all seinen spannenden Herausforderungen - und die Kinder können von Insel zu Insel hüpfen.

Der Erlebnisaspekt steht für den Zoo generell im Mittelpunkt; mit dem neuen Spielplatz wird Kindern die Möglichkeit geboten, die exotische Landschaft spielerisch zu entdecken. Der Spielplatz wird außerdem unterteilt in einen Bereich für ältere und einen für jüngere Besucher und soll an das bereits bestehende Park-Restaurant grenzen.

Burgers’ Zoo, Antoon van Hooffplein, 6816 SH Arnheim
Tel. +31 (0)264 424 534, info@burgerszoo.nl

Weitere Informationen: www.burgerszoo.eu, www.niederlande.de/attraktionen

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Vielfältige Gastronomie und gesellige Atmosphäre: Den Bosch ist „Gastfreundlichste Stadt“ 2011

Die Stadt `s-Hertogenbosch (Den Bosch) ist zum zweiten Mal in Folge zur „Gastfreundlichsten Stadt“ der Niederlande gewählt worden. Touristen in 21 niederländischen Städten bewerteten das vielseitige Hotel- und Restaurantangebot sowie die allgemeine Ausstrahlung und Atmosphäre auf den Straßen Den Boschs als hervorragend. In der Studie konnten die Befragten ihre Bewertungen in den Kategorien „Freundlichkeit und Sicherheit“, „Stadt und Architektur“, „Gastronomie und Freizeit“ sowie „Zugänglichkeit und Information“ abgeben. Den Bosch erhielt in diesem Jahr in allen Kategorien sogar noch eine höhere Bewertung als 2010. Um den Besuchern die Gastfreundlichkeit und Vielfalt der Stadt näherzubringen, hat der Tourismusverein VVV ein Arrangement aufgelegt. Es beinhaltet einen Nachmittagstee im Restaurant Pilkington, den Eintritt ins Hieronymus Bosch Art Center, einen Stadtplan und Vorschläge für einen Stadtrundgang sowie eine Überraschung aus Den Bosch. Das Arrangement kostet 19,50 Euro pro Person oder 38 Euro für zwei Personen.

Weitere Informationen: www.vvvdenbosch.nl, www.niederlande.de/stadt

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Arnheim ist groß in Mode: Shopping im Designerviertel Klarendal

Eine kleine Stadt ganz groß in Mode: die niederländische Stadt Arnheim zählt lediglich rund 150.000 Einwohner, hat sich aber als bedeutendes Zentrum des Designs etabliert. Alle zwei Jahre findet dort die Internationale Modebiennale statt, wo der kreative Nachwuchs aus der ganzen Welt stoffliche Kreationen zeigt. Die Präsenz von jungen Designern prägt das Stadtbild aber auch außerhalb der Laufsteg-Wochen: Arnheim ist Sitz der ArtEZ Hochschule für Design. Und aus dieser gehen schon seit Jahren Gründungen hervor, die Arnheim zu einer attraktiven Einkaufsstadt jenseits der üblichen Ketten-Monopole machen. In Boutiquen wie „Superduper“, „ami-e-toi“ und „Coming Soon“ wird die Mode der Zukunft schon heute angeboten. Und im „Modekwartier Klarendal“ hat sich ein ganzes Stadtviertel den Trends „Made in Arnheim“ verschrieben. Hier finden Modewusste Fachgeschäfte, die Brautmode, Maßkleidung, Taschen, Hüte, Schmuck, Accessoires, Schuhe, Stiefel, Streetwear und Bademoden verkaufen. Einzigartig ist, dass die Kunden direkt im Atelier des Designers einkaufen. Darüber hinaus werden verschiedene Workshops und Rundgänge angeboten, die man mit einem Mittagsimbiss oder Abendessen im „Station Klarendal“ abrunden kann.

Weitere Informationen: www.vvvarnhemnijmegen.nl; www.niederlande.de/stadt

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Winterstadt Eindhoven: Eisbahn, Fackelzug und Lichtshow

Eindhoven verwandelt sich vom 3. Dezember 2011 bis zum 1. Januar 2012 in eine Winterstadt mit verschiedenen Attraktionen. Hauptattraktion ist die Eisbahn auf dem Markt, die Spaß auf Kufen verspricht. Beim „Korenfestival“ treten am Sonntag, 18. Dezember, Chöre und kleine Musikgruppen auf und erfreuen die Besucher mit ihrem Gesang. Am 19. Dezember findet ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt im Historischen Freilichtmuseum Eindhoven statt, auf dem die Weihnachtsgeschichte von Schauspielern aufgeführt wird. Ebenso feierlich gestaltet sich der Höhepunkt der Festlichkeiten in Eindhoven: Am Abend des 24. Dezembers zieht ein Fackelzug durch die Innenstadt, zu dem sich im vergangenen Jahr über 6000 Menschen versammelten, um für ein friedliches Zusammenleben zu werben.

Zum Abschluss des Jahres, vom 25. Dezember bis zum 1. Januar, lädt der sogenannte „Weihnachtswinterzirkus“ zu Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie ein. Ruhig und stimmungsvoll gibt sich währenddessen die Catharinakirche (am Stratumseind 2), die jeden Abend ab 18 Uhr im Rahmen einer Lichtshow angestrahlt wird.

Historisch OpenluchtMuseum Eindhoven, Boutenslaan 161 B, 5644 TV Eindhoven, Tel.: +31(0) 402 522 281

Weitere Informationen: www.eindhovenwinterstad.nl; www.niederlande.de/stadt

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Mittwoch, 2. November 2011

Sinterklaas und seine Helfer treffen: Nikolaushaus im Museum Catharijneconvent in Utrecht

Voller Erwartung heißen tausende Kinder den niederländischen Nikolaus und seine treuen Helfer („Zwarte Pieten“) vom 13. November bis zum 5. Dezember 2011 im Sinterklaas-Haus im Museum Catharijneconvent in Utrecht willkommen. Hier wohnt der weihnachtliche Gast nach seiner Ankunft, und insbesondere Familien oder Schulklassen sind herzlich dazu eingeladen, ihn zu besuchen. Seit Jahrhunderten schon kommt Sinterklaas nach Utrecht und jedes Jahr wird seine Ankunft in der Domstadt ausgiebig gefeiert. Im Haus von Sinterklaas können Besucher alles über den Nikolaus erfahren und beispielsweise einen Blick in sein Arbeitszimmer werfen; Kinder dürfen sogar selbst in die Rolle eines „Pieten“ schlüpfen. Außerdem steht ein Treffen mit Sinterklaas selbst auf dem Programm.

Das Museum Catharijneconvent befindet sich in einem ehemaligen Kloster. Malereien und andere Kunstwerke vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert veranschaulichen hier die interessante Geschichte des Christentums in den Niederlanden.

Huis van Sinterklaas, Museum Catherijneconvent, Lange Nieuwstraat 38, 3512 PH Utrecht, Tel.: +31(0) 302 313 835

Weitere Informationen: www.catharijneconvent.nl; www.niederlande.de/stadt

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Schiffspektakel in der Innenstadt: WinterWelVaart in Groningen

Historische Schiffe bilden vom 16. bis zum 18. Dezember 2011 in Groningen die Kulisse für das Festival „WinterWelVaart“. Während der Veranstaltung liegen zahlreiche historische Wasserfahrzeuge an den Kais des „Hohen und Tiefen A“ (Hoge en Lage A) vertäut. Hier wird Musik, Kunst, Literatur und Kulinarisches geboten. Alle Schiffe sind in Groningen beheimatet, verkehren aber einen Großteil des Jahres für touristische Zwecke auf dem Watten- und IJsselmeer. Während „WinterWelVaart“ präsentieren die Skipper ihre Boote und berichten von ihrer Arbeit und dem Leben auf dem Wasser.

Nicht nur auf den Schiffen gibt es viel zu erleben: Neben einem großen Weihnachtsmarkt, der entlang der Kaimauern aufgebaut wird, werden Kinderaktivitäten angeboten sowie Schmuck oder Kunstgegenstände präsentiert. Das angrenzende „Noordelijk Scheepvaartmuseum“ (Nördliches Schifffahrtsmuseum) ist während der ganzen Veranstaltung gratis zugänglich: Auch hier werden spezielle Angebote für Kinder wie Segelmast-Klettern oder die Herstellung von Flaggen organisiert.

Der Weihnachtsmarkt ist am Samstag, 17. Dezember und am Sonntag, 18. Dezember von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Das Schifffahrtmuseum ist am Samstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet und am Sonntag von 13 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen: www.winterwelvaart.nl; www.noordelijkscheepvaartmuseum.nl; www.niederlande.de/veranstaltungen

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Fotos und Nachmittagstee: Kulturarrangement in Rotterdam

Kultur und Kulinarik können Rotterdam-Reisende bis einschließlich 8. Januar 2012 von dienstags bis samstags unter dem Titel „Fotos & Afternoon Tea“ an der Maas genießen. Das legändere Hotel New York und das Niederländische Fotomuseum haben das Arrangement gemeinsam aufgelegt. Zunächst besichtigt man das Fotomuseum, das sich in einem ehemaligen Lagerhaus Las Palmas auf dem Wilhelmina Pier befindet, und dessen Sammlung rund 100 Jahre niederländischer Fotografie-Geschichte umfasst. Anschließend kann man den Nachmittag ein paar Meter weiter im Hotel New York bei Tee und Plätzchen genießen – an dem Ort, von wo früher Passagierschiffe in die Neue Welt ablegten und wo jetzt berühmte Architekten wie Rem Koolhaas ihre Handschrift an Wolkenkratzern hinterlassen.

Das Arrangement „Fotos & Afternoon Tea” kostet 23,50 Euro pro Person und beinhaltet: Eintritt in das Niederländische Fotomuseum, Afternoon Tea im Hotel New York (Koninginnenhoofd 1, inkl. verschiedene Schokoladen, Himbeerkuchen, Makronen, Gebäck, Eis, belegte Broten und Tee) sowie Ansichtskarten mit Fotos aus der Kollektion des Niederländischen Fotomuseums. Der Nachmittagstee wird von 15 bis 18 Uhr serviert. Das Fotomuseum (Wilhelminakade 332) ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.nederlandsfotomuseum.nl; www.hotelnewyork.nl; www.rotterdam.info

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Essen auf Stelzen in Amsterdam: Neues Restaurant auf ehemaliger Nordseeplattform

REM Eiland Restaurant. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention
Auf der ehemaligen Nordseeplattform REM Eiland (REM Insel) kann man jetzt in luftiger Höhe speisen und dabei den Blick auf Amsterdams Hafen genießen. Die im Frühjahr von Delfzijl nach Amsterdam geschleppte und dort verankerte Plattform diente in den 1960er Jahren als (illegale) Fernsehsendestation in der Nordsee und später als staatliche Messstation. Die Unternehmer Nick van Loon und Hilly Engels entwickelten einen Plan, um die künstliche Insel zu retten: sie ließen sie entkernen, umbauen, erweitern und nach Amsterdam schleppen. Nun liegt die REM-Plattform im Amsterdamer Holzhafen und bietet nicht nur spektakuläre Ausblicke, sondern ist selbst eine imposante Konstruktion. Die stählerne Insel hat drei Etagen, und von der Dachterrasse auf 22 Meter Höhe hat man einen guten Blick auf den Hafen, den regen Bootsbetrieb auf dem Fluss IJ und auf die moderne Architektur des Wohnviertels Spaarndammerhout.

REM Eiland Restaurant, Haparandadam 45-2, 1013 AK Amsterdam,
Tel.: +31 (0)20 6885501, Email: info@remeiland.com

Weitere Informationen: www.remeiland.com (auf Niederländisch); www.iamsterdam.com; www.niederlande.de/stadt 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Kostenlose Stadtführungen: Die Den Haag Greeters stellen ihre Stadt vor

Sich den Weg durch Den Haag von einem persönlichen Stadtführer zeigen lassen, die Stadt aus den Augen eines echten „Hagenaar“ erleben – und das auch noch kostenlos? Die „Den Haag Greeters“ machen es möglich. Die Gemeinschaft besteht aus etwa 70 Freiwilligen, die während einer Rundführung ihre Liebe für die Stadt mit den Besuchern teilen. Die Greeters sind keine professionellen Stadtführer und geben keine Standardführungen mit festgelegten Routen, sondern zeigen den Besuchern ihr ganz persönliches Den Haag einschließlich ihrer Lieblingsplätze, origineller Restaurants und schöner Straßen.

Welcher Greeter welchen Besuchern zugeteilt wird, hängt von Sprachkenntnissen, Datumswahl und Interessen ab. Manche Greeter führen ihre Gäste zum Beispiel besonders gerne entlang beeindruckender Architektur oder heben Den Haags kulinarische Qualitäten hervor. Über die Webseite der Den Haag Greeters können Stadtführungen gebucht werden, am besten zwei Wochen im Voraus.

Weitere Informationen: www.denhaaggreeters.nl; www.niederlande.de/stadt

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Donnerstag, 1. September 2011

Mitstreiter gesucht

In einigen Artikeln hier klang es schon an, dass wir derzeit dabei sind, die ErlebnisPostille umzustrukturieren und einen ganzen Blog-Verbund daraus zu machen. Wir benötigen allerdings noch Mitstreiter, die diesen Verbund mit eigenen Artikeln versorgen. Wenn Sie also gern in die Region reisen, die dieses Blog behandelt, und darüber schreiben möchten, sind Sie bei uns richtig.
Auch Fotografen oder Videoberichterstatter sind uns herzlich willkommen. Wenn wir Sie ein wenig neugierig machen konnten, dann melden Sie sich doch unter der im Impressum angegebenen eMail-Adresse und wir werden möglichst schnell antworten. Schreiben Sie uns, was (Artikel, Bilder, Videos) Sie beisteuern wollen.
Wir sind schon gespannt!

Mittwoch, 17. August 2011

Wassersport-Events in Holland: Segeln, Surfen und Stand-Up-Paddeln

„HISWA te water“ vom 6. bis 11. September im Marina Seaport IJmuiden in Nordholland. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention.
Ihre jahrhundertelange Tradition des Seefahrens führen die Niederländer fort, und so sind sie heute auch in ihrer Freizeit vorzugsweise auf dem Wasser anzutreffen. Touristen können an der holländischen Leidenschaft für Wassersport in den verschiedensten Spielarten teilhaben. Wir haben einige der wichtigsten Wassersport-Veranstaltungen in den nächsten Wochen aufgelistet. Aktuelle Veranstaltungshinweise finden sich auch auf www.niederlande.de/wassersport

Breskens Sailing Week
Segelschiffe messen sich vom 26. bis 28. August beim „Breskens Sailing Weekend“ im zeeländischen Breskens. In der Mündung der Westerschelde können Besucher tagsüber auf dem Wasser spannende Rennen erleben und abends an Land ein buntes Unterhaltungsprogramm genießen. An diesem Wochenende wird die „Offene Niederländische Meisterschaft Segeln“ (IRC) ausgetragen, außerdem ist der Wettstreit Teil des „Nautor Swan 45 Cups“ für Nordeuropa. Dieser Cup ist offen für alle Besitzer der Segeljachten Nautor Swan 45. Nach der „North Sea Regatta” und der „Cowes Week” ist Breskens das dritte Event innerhalb dieses Rennens. Außerdem steht das Breskens Sailing 2011 offen für Einschreibungen der Bootstypen First 31.7, Laser SB3, Yngling sowie für Sportboote und die Belgische Cruiser Racer-Klasse.
Weitere Informationen: www.breskenssailing.nl/eng (auf Englisch)

Hafenfestival Almere
Der Hafen von Almere ist vom 1. bis 3. September Schauplatz des Hafenfestivals Almere. Start ist am Freitag, 1. September, mit dem Rennen 50 klassischer Fischerboote, die um 11.30 Uhr aus dem Hafen in See stechen und gegen 16 Uhr wieder einlaufen – ein schöner Anblicke für die Besucher im Hafen. Am Wochenende können Besucher unter anderem mit einem Fischerboot auf dem Gooimeer mitfahren, entlang der Schaubuden im Hafenzentrum schlendern, Shanty-Chören lauschen und am Samstagabend das klassische Hafenkonzert genießen.
Weitere Informationen: www.auchflevoland.de

Welthafentage Rotterdam
Während des maritimen Wochenendes am 2., 3. und 4. September 2011 in Rotterdam, stehen die Welthafentage ganz im Zeichen des Mottos „De haven smaakt naar meer” (Der Hafen schmeckt nach mehr). Die Welthafentage zeigen anhand von Ausstellungen, Workshops und Führungen alle Facetten des Hafens und des Wassers auf. Zudem gibt es Exkursionen, die einen Einblick in die Hafenwelt geben. Der offizielle Startschuss der Welthafentage findet am Freitagmittag statt. An diesem Tag wird in Zusammenarbeit mit dem „Educatief Informatie Centrum“ ein besonderes Programm für Kinder organisiert. Am Samstagabend findet zuerst eine Show auf der Maas statt, später wird der Abend mit einem Feuerwerk abgerundet.
Weitere Informationen: www.wereldhavendagen.nl (auf Englisch)

Bootshow „HISWA te water“
Mit einem breiten Angebot an luxuriösen Segeljachten, offenen Segelbooten, imposanten Motorcruisern, stattlichen Sportbooten und geschmackvollen Schaluppen wartet die bekannte Bootshow „HISWA te water“ vom 6. bis 11. September im Marina Seaport IJmuiden in Nordholland auf. Rund 400 Schiffe mit Längen zwischen 4 und 25 Metern, gebaut aus Holz, Stahl, Aluminium und Polyester erwarten die Besucher. Neu in diesem Jahr sind die aktiven Wassersportarten wie Kanufahren, Kite-Surfen, Wasserski, Wakeboarden, Segeln in kleinen offenen Segelbooten, Katamaran-Segeln und Tauchen – die Besucher sind ausdrücklich zum Ausprobieren aufgefordert. Mit dem neu eingeschlagenen Kurs will sich die Show mehr auf das Erleben des Wassersports in all seinen Facetten ausrichten. So soll die Veranstaltung für eine breitere Zielgruppe attraktiver gestaltet werden, und man will insbesondere jüngere Besucher stärker ansprechen. Etwa 250 Aussteller präsentieren an den Stegen in der Marina Seaport IJmuiden ihre neusten Produkte. Darunter sind nicht nur Bootsbauer, sondern auch Zulieferer von nautischen Produkten und Dienstleistungen. Alle bekannten Markenhersteller sind natürlich ebenso vertreten wie neue, noch unbekannte Marken.
Weitere Informationen: www.hiswa.nl/inwaterboatshow

Elfstädtetour der Stand-Up-Paddler
Die legendäre Elfstädtetour gibt es nun auch für Stand-Up-Paddler: Vom 7. bis 11. September paddeln die Teilnehmer der „SUP 11-City Tour“ stehend auf dem speziellen Brett durch Friesland von Stadt zu Stadt. Auf der rund 220 Kilometer langen Strecke werden die Städte Leeuwaarden, Sloten, Workum, Franeker und Dokkum angesteuert. Wem der Paddel-Marathon zu anstrengend ist, der postiert sich entlang der Strecke oder an den Messstationen in den malerischen friesischen Städten und genießt die Rennatmosphäre.
Weitere Informationen: www.sup11citytour.com

Batavia Regatta
Teams aus Großbritannien, Italien, Spanien und natürlich den Niederlanden messen sich bei der ersten Ausgabe der „Batavia Regatta“ am 16., 17. und 18. September rund um den Batavia-Hafen in Lelystad (Provinz Flevoland). „Match and Team Sailing Center Holland“ (MATCH) organisiert das internationale Kielboot-Rennen und stellt die Maxfun Typ 25-Boote zur Verfügung. Der Batavia Hafen eignet sich aufgrund seiner Lage für eine solche Regatta, und auch das Publikum kommt hier auf seine Kosten, weil man in dem Hafen besonders nah ans Geschehen herankommt.
Weitere Informationen: www.auchflevoland.de

Surfer messen sich in Domburg
Wellenreiter aus der ganzen Welt messen sich beim „Quicksilver Domburg Classic“ im zeeländischen Domburg vom 10. bis 12. September. Angetreten wird in verschiedenen Kategorien: Open Men, Open Women, Longboard Men, Masters und Juniors. Zuschauer haben gratis Zugang; die Wettkämpfe werden kommentiert, so dass man auch als Laie versteht, was auf dem Wasser passiert.
Weitere Informationen: www.deltagids.nl

Maritime Fachmesse in Rotterdam
Europort, die nach eigenen Angaben größte maritime Fachmesse der Welt, findet vom 8. bis 11. November im Veranstaltungszentrum Ahoy in Rotterdam statt. Alle Bereiche der Schiffbauindustrie – von der Binnenschifffahrt zur Hochseeschifffahrt über die Marine und Baggerindustrie bis hin zum Fischereiwesen und Offshore – werden in einer Fachmesse zusammengefasst. Ein ausführliches Kongressprogramm begleitet die Messe.
Weitere Informationen: www.europort.nl

Neue Faltkarte
Das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) hat eine faltbare Wassersportkarte herausgebraucht, die in jede Hosentasche passt und auch unterwegs einen Einblick in die verschiedenen Wassersportmöglichkeiten in Holland auf und am Wasser gibt. Sie kann kostenlos über die Website des NBTC bestellt werden.
Weitere Informationen unter: www.niederlande.de/wassersport

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

Montag, 15. August 2011

Rubens, van Dyck & Jordaens: Flämische Maler in der Hermitage Amsterdam

Peter Paul Rubens (1577–1640) en atelier, Venus en Adonis, ca. 1614, © State Hermitage Museum, St Petersburg
Die Hermitage Amsterdam präsentiert vom 17. September 2011 bis 16. März 2012 unter dem Titel „Rubens, Van Dyck & Jordaens“ Werke aus der Sammlung flämischer Kunst der Eremitage Sankt Petersburg. Die Ausstellung bietet eine großangelegte Übersicht mit 75 Gemälden und circa 20 Zeichnungen, darunter zahlreiche Meisterwerke der drei Großen der Antwerpener Schule: Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens sowie Arbeiten bekannter Zeitgenossen.

Mit 17 Gemälden und vielen Zeichnungen steht Peter Paul Rubens (1577–1640), der wichtigste und einflussreichste flämische Maler des 17. Jahrhunderts, im Mittelpunkt der Ausstellung. Er galt als liebenswürdiger Edelmann, Diplomat und Sammler, sein Atelier war ein gut organisiertes Unternehmen. Sowohl in seinen religiösen als auch seinen profanen Arbeiten zeigt sich sein unvergleichliches Talent. Einer der Höhepunkte ist die berühmte Kreuzabnahme (um 1618), bei der Rubens das Leiden Christi überzeugend und voller Dramatik darstellt. Dieses Gemälde ist erstmals als Leihgabe zu sehen.

Auch Rubens’ Einfluss und seine Nachfolger werden in der Ausstellung ausführlich behandelt. So nehmen etwa die eleganten und raffinierten Porträts von Anthonis van Dyck (1599 – 1641), Rubens’ bestem Schüler, einen wichtigen Platz ein. Er malte um 1638 den englischen König Karl I. und seine Frau, die französische Königstochter Henriette-Maria. Van Dyck war zu jener Zeit bereits seit einigen Jahren Hofmaler des Königs und zwischenzeitlich durch Ritterschlag zu „Sir“ Anthony geworden.

Der dritte große Meister der flämischen Schule, Jacob Jordaens (1593 – 1678), war kein Schüler Rubens’, wurde aber von ihm beeinflusst. In imposanten Gemälden vermittelt er dem Betrachter die flämische Lust am Leben, sogar seine Historiengemälde atmen eine flämische Atmosphäre.

Zwitschernde Vögel, frisch erlegtes Wild und farbenfrohe Blumenarrangements zieren die Stillleben Frans Snijders’, Genrebilder mit Alltagsszenen machten David Teniers d. J. berühmt. Zu sehen ist ein anrührendes Familienporträt von Cornelis de Vos. Vertreten sind außerdem viele andere wichtige Maler dieser Zeit mit ihren prächtigen Arbeiten.

Die Sammlung kommt erstmals in die Niederlande. Viele der ausgestellten Werke gehörten zu den einzigartigen Kollektionen eines Pierre Crozat oder Heinrich von Brühl, die Katharina die Große im 18. Jahrhundert erwarb. Die meisten Gemälde wurden für den Klerus oder weltliche Auftraggeber aus Antwerpen und anderen europäischen Städten angefertigt. Sie entstanden im Zeitalter des Achtzigjährigen Krieges und der Gegenreformation. Die katholische Gegenbewegung hielt Kirchen und Privatpersonen an, in großem Umfang religiöse Kunst zu bestellen. Der imponierende Barockstil von Rubens und seinen Zeitgenossen entpuppte sich als hervorragende Propaganda für die katholische Kirche, den Adel und das reiche Bürgertum.

Mit einer Audiotour, einem Film und an Computern werden die flämische Kunst und die Geschichte der flämischen Kunstsammlung in der Eremitage Sankt Petersburg ausführlich behandelt. Die Lebendigkeit Antwerpens im 17. Jahrhundert wird auf einer eigenen Ausstellungswand veranschaulicht, auf der in Bild und Text die Ateliers, Kirchen und Denkmäler verzeichnet sind. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen russischer und flämischer Autoren.

Weitere Informationen: www.hermitage.nl; www.niederlande.de/stadt

Hinweis zur Anreise/Vergünstigungen:
Die Deutsche Bahn bietet Bahnkunden für die Rubens-Ausstellung Sonderkonditionen: Inhaber der BahnCard erhalten bei Vorlage der BahnCard in der Hermitage den vergünstigten Eintrittspreis von 12 Euro statt 15 Euro.

Der ICE International ist die schnelle und komfortable Verbindung aus Deutschland in die Niederlande. Zum Beispiel kann man von Frankfurt aus in weniger als vier Stunden direkt nach Amsterdam reisen. Von Köln aus erreicht man die Grachtenmetropole schon in weniger als 2 ¾ Stunden.

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention - Das Bild ist urheberrechtlich geschützt, bitte Bildunterschrift beachten!

Freitag, 12. August 2011

Arnheim und Nimwegen: Zwei ungleiche Schwestern

Direkt hinter der deutsch-niederländischen Grenze befinden sich mit Arnheim und Nimwegen zwei reizvolle Städte, die sich besonders durch ihre kulturelle Vielfalt auszeichnen. Neben der abwechslungsreichen Natur präsentiert die Gegend ebenso im Bereich Mode und Design, moderne Architektur sowie Gesundheit und Wellness ein reichhaltiges Angebot.

Der Korenmarkt in Arnheim. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention.
Arnheim: Grün und groß in Mode
Arnheim ist groß in Mode. Die Hauptstadt der Provinz Gelderland beherbergt die Modeakademie „Artez“, aus der ständig neue Talente hervorgehen – die berühmtesten unter ihnen das Modeduo Victor & Rolf. Absolventen eröffnen Geschäfte im Stadtteil Klarendal, der immer mehr zum Trendviertel avanciert. Dass „Mode made in Arnheim“ international bekannt ist, liegt aber wohl an der Modebiennale, die mit ihrer Mischung aus Design und Kunst Schöngeister aus der ganzen Welt anlockt.

Die grenznahe Stadt gilt außerdem als die grünste Stadt Europas. Diesen Titel verdient sich die Stadt durch die vielen großen Parks (darunter der Naturpark Sonsbeek) und ihre Lage am südlichen Rand des Nationalparks De Hoge Veluwe. Ergänzt wird das abwechslungsreiche Angebot durch weitere Attraktionen wie dem Niederländischen Freilichtmuseum und dem bekannten Tierpark Burgers’ Zoo. Im neu eröffneten Airborne Museum Hartenstein in Oosterbeek können Interessierte die Schlacht um Arnheim eindrucksvoll nacherleben. Die reiche Geschichte Arnheims wird außerdem in den 39 mittelalterlichen Kellern unter der Innenstadt wieder lebendig. Die Sint-Eusebiuskirche, auch Grote Kerk (Große Kirche) genannt, ist mit ihrem 93 Meter hohen Turm die größte und wichtigste Kirche der Stadt. Abends trifft man sich in einer der vielen regional geprägten Kneipen, in Discotheken, Restaurants oder Cafés rund um den Korenmarkt.

Die Innenstadt von Nimwegen. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention.
Nimwegen: Alt, aber nicht museal
Während sich Arnheim jugendlich gibt, kokettiert Nimwegen mit dem Image als älteste Stadt der Niederlande. Gegründet vor über 2000 Jahren als römische Siedlung, sind die Spuren der Vergangenheit allerorts sichtbar – ohne dass Nimwegen museal wirkt. Moderne Geschäfte und Cafés sowie eine lebendige Studentenszene sorgen dafür, dass die Stadt mit der Zeit geht.
Neben gemütlichen Cafés locken weitere Attraktionen im Zentrum Nimwegens, darunter Museen und die über die ganze Stadt verteilten Erinnerungen an die römische Vergangenheit. Darüber hinaus erhielt die Innenstadt 2009 den Titel „abwechslungsreichstes Einkaufszentrum der Niederlande“. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das historische Gebäude De Waag (die Waage), Museum het Valkhof, der Kronenburgerpark, das Nationale Befreiungsmuseum in Groesbeek und das Afrika-Museum in Berg en Dal. Was für Arnheim die Modebiennale ist, ist für Nimwegen die Internationale Wandelvierdaagse. Das Wanderspektakel findet jedes Jahr statt, und mit rund 45.000 Teilnehmern handelt es sich bei dieser viertägigen Wanderung um die weltweit größte Veranstaltung ihrer Art. Die Wandelvierdaagse ist Teil des Stadtfests Vierdaagsefeesten, das Nimwegen jeden Juli eine Woche lang in eine große Bühne für Konzerte und Partys verwandelt.

Gemeinsam bilden die Schwesternstädte einen abwechslungsreichen Großraum: städtisch einerseits, andererseits grün, mit einer Landschaft, die zum Wandern, Radfahren oder zum Entdecken der Historie einlädt.

Allgemeine Informationen sowie aktuelle Angebote: www.niederlande.de/stadt;
www.regioarnhemnijmegen.nl

Eine Auswahl an Attraktionen in Arnheim und Nimwegen:

Farbe bekennen im niederländischen Freilichtmuseum
Kleider machen Leute, und mit unserer Kleidung erzählen wir seit jeher wer wir sind und wofür wir stehen. Schon unsere Vorfahren drückten mit ihren traditionellen Trachten Gruppenzugehörigkeit aus. Wie das funktioniert und was hinter unseren verschiedenen Kleidungsstilen steckt, versucht das niederländische Freilichtmuseum („Het Nederlands Openluchtmuseum“) in Arnheim mit seiner neuen Trachtenausstellung „Farbe bekennen“ zu erklären. Die semi-permanente Ausstellung zeigt noch bis 2013 das Aufeinandertreffen von niederländischer Tracht und historischen surinamischen Kotomisi-Kostümen. Für Kinder wird zudem ein weiteres Extra angeboten: In der Kinderküche des Freilichtmuseums haben kleine Freizeitköche die Möglichkeit, Köstlichkeiten aus der ganzen Welt zu zaubern und so spielerisch zu lernen, welche Geschichte hinter den neuen Geschmäckern steht. Denn die „neuen Niederländer“, wie die Einheimischen Surinams genannt wurden, brachten nicht nur ungewöhnliche Kleidung, sondern auch fremdartige Gerüche und Gerichte mit nach Holland: Loempia (eine Art Frühlingsrolle) sind für kleine Niederländer heute so alltäglich geworden wie Käse und Vla.

Weitere Informationen: www.openluchtmuseum.nl

Spritzige Aktivitäten im Wassermuseum
Während der holländischen Sommerferien (noch bis zum 4. September) gibt es im niederländischen Wassermuseum („Het Nederlands Watermuseum“) in Arnheim viel zu erleben. Für kleine Wasserratten wird ein spritziges Ferienprogramm angeboten: Bewaffnet mit Kescher und Eimer geht es hinterm Museumsgebäude im Bachlauf Jansbeek auf Suche nach Wassermonstern. Anschließend wird mit Lupe und Mikroskop der Fang bestimmt und werden alle Fragen rund ums Leben im Wasser beantwortet. Außerdem gibt es eine neue Ausstellung mit dem Titel „Wasserarbeiter“ zu entdecken, bei der Groß und Klein erfahren, welche Rolle der Mensch im Kreislauf des Wassers spielt.

Weitere Informationen: www.watermuseum.nl

Großes Spektakel beim Gebrüder Van Limburg Festival
Pferdehufe klappern über das alte Kopfsteinpflaster, Hausierer bieten ihre Waren feil, Bogenschützen zeigen ihre Kunstfertigkeit und Schafherden versperren die engen Gassen: Am 26., 27. und 28. August, erhält beim Gebrüder Van Limburg Festival das späte Mittelalter wieder Einzug in Nimwegen. Die älteste Stadt der Niederlande steht in diesen Tagen ganz im Zeichen von Marketenderinnen, Burgfräuleins und Rittern. Hunderte Statisten erwecken die berühmten Miniaturen der Brüder Herman, Paul und Jan van Limburg zum Leben. Den Höhepunkt des Spektakels bildet wie immer die große Parade vom Kronenburgerpark über den großen Markt hin zum Valkhofpark am Sonntag: Rund 400 Soldaten, Adelige, Kaufleute und Geistliche zeigen, wie Nimwegen und seine Bewohner im Mittelalter aussahen und nehmen Zuschauer mit auf eine spannende Zeitreise.

Weitere Informationen: www.gebroedersvanlimburgfestival.nl

Im Museonder die Welt von unten erleben
Im Besucherzentrum des niederländischen Nationalparks De Hoge Veluwe erschließen sich ganz neue Perspektiven: Das Museum Museonder gewährt einen überraschenden Einblick in alles, was unter der Erdoberfläche lebt und gelebt hat. Es nimmt Besucher immer tiefer mit unter die Erde — bis hin zum Erdmittelpunkt. Unterwegs auf der Reise durchs Erdreich sind die merkwürdigsten Dinge zu entdecken, wie zum Beispiel das komplette Wurzelsystem eines 135 Jahre alten Baumes. Ein familienfreundliches Extra: Der Besuch des Museums Museonder ist im Eintrittspreis für den Nationalpark inbegriffen. Dort können Besucher auch mit einem der rund 1.700 vom Park kostenlos zur Verfügung gestellten weißen Fahrräder das weitläufige Gelände des Nationalpark erkunden. Das Museum ist täglich von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet — von April bis einschließlich Oktober bis 18 Uhr.

Weitere Informationen: www.hogeveluwe.nl

Mitten in der Stadt dem Alltagsstress entfliehen
Im Spa Wellness Hotel Scandic Sanadome Nijmegen können entspannungssuchende Urlauber die Seele baumeln lassen — und das mitten im Herzen Nimwegens. Auf rund 2.500 Quadratmetern laden zahlreiche Wellness- und Wohlfühlangebote zum Entspannen ein. Die großzügige Thermenlandschaft verfügt unter anderem über ein großes Thermalbad, verschiedene Whirlpools und Warmwasserbecken, ein Salzwasserbad, ein Dampfbad, ein Solarium und eine große Liegewiese. Das Spa ist täglich von 9 bis 23.30 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet 27,50 Euro pro Person (am Wochenende 26,50 Euro, ab 17 Uhr 21,50 Euro).

Weitere Informationen: www.regioarnhemnijmegen.nl

Weltreise im Burgers‘ Zoo
Mit den Füßen durch den heißem Sand der Wüste laufen, die schwüle Luft des Regenwaldes atmen, inmitten riesiger Schwärme exotischer Fische stehen und wilde Tiere aus nächster Nähe erleben: All diese spannenden Aktivitäten warten im Tierpark Burgers‘ Zoo in Arnheim auf abenteuerlustige Besucher. Detailgetreue und großzügige Nachbauten der natürlichen Lebensräume von Pflanzen und Tieren auf rund 45 Hektar — sogenannte Öko-Displays — ermöglichen einen einzigartigen Querschnitt durch die verschiedenen Ökosysteme der Erde und einen Weltreise an nur einem Tag. Dank seiner innovativen Haltungsweise wurde der Park kürzlich sogar zur besten Attraktion der Provinz Gelderland gekürt. Burgers‘ Zoo ist ganzjährig von 9 bis 19 Uhr geöffnet. In der Wintersaison (1. November bis 31. März) bis 17 Uhr.

Weitere Informationen: www.burgerszoo.nl

Ein Museum für das liebste Gefährt der Holländer
Wer die Niederlande kennt, weiß dass ihre Bewohner nicht ohne ihr heißgeliebtes „fiets“ (Fahrrad) können. Mit rund 18 Millionen Fahrrädern hat unser kleines Nachbarland die höchste Fahrraddichte der Welt. Kein Wunder also, dass die Holländer ihrem liebsten Gefährt mit dem Velorama in Nimwegen ein eigenes, nationales Museum gewidmet haben. 250 bereifte Exponate warten hier darauf, von Fahrradbegeisterten aller Altersklassen entdeckt zu werden. Altertümliche und moderne Fahrräder erzählen auf originelle Art und Weise die Geschichte des Stahlrosses — vom ersten Laufrad (Draisine) aus dem Jahre 1817 bis hin zum technisch fortgeschrittenen Rennrad von heute. In der museumseigenen Werkstatt lassen versierte Restauratoren die neuesten alten Errungenschaften des Museums wieder in altem Glanz erstrahlen. Das Fahrradmuseum ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen von 11 Uhr bis 17 Uhr. Kleine Pedalritter bezahlen 3 Euro Eintritt, Erwachsene 5 Euro. Für Senioren, Behinderte und Familien werden zudem spezielle Tarife angeboten.

Weitere Informationen: www.velorama.nl

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention 

Mittwoch, 10. August 2011

Der Sonne hinterher: Ferien am Wasser in Zeeland

Die meisten Sonnenstunden der Niederlande, kilometerlange Sandstrände und ideale Wassersportverhältnisse - das ist Zeeland, die Riviera der Niederlande. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention
Ganz im Süden der Niederlande gelegen und gesäumt von rund 70 Kilometern abwechslungsreicher Küste, verspricht die Provinz Zeeland erstklassige Urlaubsbedingungen. Die Weitläufigkeit der Strände eignet sich für Wassersportler, die ihrer Leidenschaft an den Stränden von Vrouwenpolder frönen können, ebenso wie für Familien und Pärchen, die sich bei ausgedehnten Strandspaziergängen vom Alltagsstress erholen können. Bademeister sorgen für Sicherheit, sodass auch Eltern ihre Kleinsten unbesorgt spielen lassen können. Für die Pause vom Sonnenbaden laden zahlreiche Strandpavillons zu typisch holländischen Leckereien wie „Chocomel“ und „Pannekoek“ ein. Zudem sind viele der Strände mit der blauen Flagge versehen. Das internationale Gütesiegel für Strände und Häfen beurteilt Sauberkeit, Wasserqualität, Strandaufsicht und sanitäre Anlagen.

Neben den breiten Sandstränden ist das Deichvorland eine typische Landschaftsform der Provinz Zeeland. Die Gebiete außerhalb der Dämme an der Ooster- und Westerschelde dienen als beliebte Brutplätze der Küstenvögel, und so sind spezielle Dünengebiete zu Naturschutzgebieten erklärt worden. Die Gegend ist ein wunderbares Terrain für Wanderungen und Radtouren. Pedalrittern und Wanderern bietet das Gebiet ein weiteres Extra: In den Sommermonaten verkehren spezielle Fährdienste zwischen den einzelnen Inseln und Halbinseln. Sie bringen Passagiere trockenen Fußes ans andere Ufer — Urlaubsgefühl inklusive.

„Rondje met een pontje“ — Radtouren mit der Fähre
In Zeeland ist das Wasser nie weit weg. In der Sommerzeit haben Urlauber die Möglichkeit, auf eine ganz besondere Art und Weise ans andere Ufer zu gelangen: Radtouren mit der Fähre („Rondje met een pontje“) lassen das alte Inselgefühl wieder aufleben und befördern Radfahrer und Fußgänger mit typisch holländischen Fähren zu neuen Ufern.

Um das kühle Nass zu überwinden gab es früher mehr als 100 verschiedene Fähren und Fährdienste — oft das einzige Bindeglied zwischen den Inseln und zum Festland. Zumeist wurden sie als Frachtschiffe in der Landwirtschaft genutzt, aber die Bauern beförderten oft nicht nur ihre Ernte, sondern auch Passagiere. Doch mit dem technischen Fortschritt haben auch die Zeeländer neue Möglichkeiten entdeckt, mit und vor allem am Wasser zu leben: Zahlreiche Brücken und Tunnel verbinden heute die Inseln mit dem Rest der Welt und erübrigen die Überfahrt per Fähre. Die meisten Fährbetriebe sind inzwischen eingestellt, doch in den Sommermonaten durchquert noch immer eine Handvoll Fähren die Provinz.

Dank des gut ausgebauten niederländischen Radroutennetzes können sich Radfahrer die nächste Route zwischen den Abfahrtsorten der Fähre selbst zusammenstellen. Unverzichtbar bei der Planung einer Überfahrt ist der Almanach der zeeländischen Fähren („De Almanak van de Zeeuwse pontjes“). Dieses Buch im Taschenformat enthält viele nützliche Informationen, wie Fahrzeiten, Preise und Telefonnummern der Fähren. Bei Problemen kann der Fährmann telefonisch kontaktiert werden. Der Almanach und die Karten des Radroutennetzes (FIKS) sind bei den Fremdenverkehrsbüros in Zeeland erhältlich.

Tipp: Radfahrer, die eine „rondje met een pontje“ in ihre Radroute eingeplant haben, sollten sich vor Aufbruch über das Wetter informieren: Bei starkem Wind werden einige Fähren aus dem Verkehr genommen. Ein Anruf beim Fährmann ist in diesem Fall empfehlenswert.

Weitere Informationen: www.rondjepontje.nl

Kostenlos ins Internet in Veere
Einen extra Urlaubsbonus bietet jetzt die zeeländische Gemeinde Veere: Ein kostenloser Internetzugang auf der Straße — das sogenannte „freewifi“ — ermöglicht Urlaubern das Surfen im Internet. So können sie Informationen über die Region suchen oder den Lieben zu Hause sonnige Grüße aus dem Zeeland-Urlaub senden — dieser Service ist einmalig in den Niederlanden. „Freewifi“ wird in allen Küstenorten der Gemeinde Veere, Dishoek, Zoutelande, Westkapelle, Domburg, Oostkapelle sowie Vrouwenpolder und in Veere selbst auf allen größeren Straßen angeboten. Um das Netz nutzen zu können, müssen Urlauber einfach das Netzwerk „freewifi“ anwählen und anschließend den roten Login-Button anklicken, schon haben sie freien Zugang zum Internet.

Weitere Informationen: www.freewifizeeland.com

Allgemeine Informationen rund um die Provinz Zeeland: www.niederlande.de/meer; www.vvvzeeland.nl

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

Dienstag, 19. Juli 2011

Die Niederlande bei der ErlebnisPostille

Bei der ErlebnisPostille wird der heutige Tag als “Tag der Niederlande” begangen, denn mit dem heutigen Tag ist die Reiseziel-Seite dieses Landes offiziell im Blog-Verbund aufgenommen und verlinkt. Sie wird nun Stück für Stück auf den aktuellsten Stand gebracht und mit Karten und Beschreibungen versehen. Und damit wollen wir offiziell auch hier immer mal wieder Neuigkeiten aus dem Land an der Nordsee bringen. Beginnen wollen wir heute mit einigen Informationen über die Niederlande, ihre Bräuche und Traditionen.

Folklore wurzelt im Brauchtum und in den Gewohnheiten vergangener Zeiten. Dabei geht es um mehr als nur um Trachten und Volkslieder: Auch Geschichten, Melodien, Gebräuche und Handwerkskünste, die in den Köpfen der Menschen heute noch lebendig sind, gehören dazu.

Königinnentag

Der beste Tag, um die niederländische Folklore kennenzulernen ist der 30. April: Königinnentag. Einst war der Geburtstag der Königin ein eher unbedeutendes Ereignis, unter der heutigen Fürstin, Königin Beatrix, wandelte er sich jedoch zu einem nationalen Volksfest. Jedes Jahr besucht die Königin gemeinsam mit ihrer Familie einen oder zwei Orte in den Niederlanden. Dort werden sie von der Bevölkerung mit Darbietungen von traditionellen Tänzen und Handwerkskünsten, Sportvorführungen und Konzerten empfangen.

Trachten

Heutzutage sieht man Trachten beinah ausschließlich auf folkloristischen Veranstaltungen. Die Tradition allerdings reicht weit zurück: Früher sollten Trachten das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken. Denn anhand der Tracht konnte man unterscheiden, in welchem Dorf und in welcher Region jemand lebte. Es gab eigene Kleidung für Kinder, und ebenso waren Unverheiratete, Eheleute, Witwen und Witwer auf den ersten Blick zu erkennen. Darüber hinaus hatten auch der Beruf und die Religionszugehörigkeit Einfluss auf die Kostüme. In Bunschoten-Spakenburg gab es zum Beispiel kleine Unterschiede zwischen den Bauern- und den Fischertrachten und in Scheveningen durfte ein Mädchen nur dann Netzknüpferin werden, wenn sie die Tracht trug. In Zuid-Beveland waren Protestanten und Katholiken äußerlich unverwechselbar. Ebenso wie in Het Gooi/Eemland, wo der viereckige Hut mit dazugehörender Kleidung ausschließlich von Katholiken getragen wurde.

Da die Tracht vom Aussterben bedroht ist, haben mehrere niederländische Gemeinden neue Anlässe geschaffen, um die alten Kleider zu tragen. In Urk schmücken sich die Bewohner am Samstag vor Pfingsten mit Trachten, auf Marken am Königinnentag und in Spakenburg während des Fischereitages. Das Örtchen Volendam feiert Ende Juni ein ganzes Wochenende in Kostüm, außerdem können Touristen sich hier das ganze Jahr über in Tracht fotografieren lassen.

Windmühlen

Obwohl ihre Zahl über die Jahre deutlich abgenommen hat, sind die Niederlande nach wie vor das Land der Mühlen: In keinem anderen Land zieren so viele dieser Bauwerke die Landschaft. Die Wassermühle ist die älteste unter ihnen, sie stammt aus dem achten Jahrhundert. Heute gibt es davon noch etwa hundert in den Niederlanden. Die Windmühle oder auch Bockwindmühle ist unbestritten die bekannteste. Sie wurde nicht in den Niederlanden erfunden und doch ist sie ein Nationalsymbol geworden. Von den noch existierenden 46 Windmühlen befinden sich die meisten in den Provinzen Gelderland, Noord-Brabant und Limburg. Die höchste Mühle der Welt, ein 45 Meter hoher Galerieholländer (De Noord), steht in Schiedam. Galerieholländer wurden meist industriell genutzt und produzierten unter anderem Mehl, Farbe, Gewürze, Öl und Malz. Eine Attraktion auf dem Gebiet der Mühlen und der traditionellen Handwerkskunst ist De Zaanstreek mit fünfzehn verschiedenen Mühlen, die unter anderem zur Senf- und Ölherstellung gebraucht wurden. De Zaanstreek ist damit eine Schatzkammer für das historische Erbgut der Niederlande.

Zu guter Letzt sind die Poldermühlen von großer Bedeutung für die Entwicklung des Landes gewesen. Sie pumpten die vielerorts wasserreichen und sumpfigen Böden trocken und gewannen den Niederländern neuen Grund für die Landwirtschaft und die Viehzucht. Zahllose Seen, wie beispielsweise De Schermer, wurden mithilfe der Poldermühlen trockengelegt. Die berühmteste Gruppe Poldermühlen ist im Weltkulturerbe Kinderdijk zu sehen.

Trödelmärkte

Die Niederländer waren lange Zeit ein Volk von Kaufleuten: Das Handeln liegt ihnen sprichwörtlich im Blut. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass im ganzen Land Trödelmärkte populär sind; eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Der bekannteste dieser Märkte ist der „Vrijmarkt“, der am Königinnentag in Amsterdam stattfindet. An diesem wichtigsten aller niederländischen Feiertage breiten die Anwohner aber auch in beinahe jedem anderen Ort ihre (gebrauchten) Waren an Ständen und auf Decken aus – bei jedem Wetter. Diese Flohmärkte, auch Oranjemärkte genannt, ziehen Jahr für Jahr viele Besucher an. Und natürlich wird vor jedem Kauf, sei er noch so günstig, begeistert über den Preis verhandelt.

Käsemärkte

Die traditionellen Käsemärkte sind ein wichtiger Bestandteil des klassischen Hollands. Es gibt fünf bekannte Käsemärkte: Alkmaar, Edam, Gouda, Hoorn und Woerden. Die ersten drei sind weltberühmt und locken Touristen aus der ganzen Welt in die Niederlande. Das Tragen, Handeln und Wiegen des Käses während der Märkte ist ein echtes Schauspiel, bei dem die Käseträger, Käsejungen und –mädchen traditionelle Kleidung tragen. Der Käsemarkt in Alkmaar besitzt sogar eine eigene „Käseträgergilde“, die den Transport und das Wiegen des Käses regelt. In Alkmaar können Besucher vom ersten Freitag im April bis zum ersten Freitag im September jeden Freitagmorgen zwischen zehn und zwölf Uhr Zeuge dieses Schauspiels werden. Der Käsemarkt in Edam ist der meistbesuchte Käsemarkt. Hier wird jeden Mittwochmorgen im Juli und August zwischen 10.30 und 12.30 Uhr gehandelt. In Gouda geht bereits seit drei Jahrhunderten der bekannte gleichnamige Käse über die Theken des Goudaer Käsemarkts, der von Mitte Juni bis August vor dem Gebäude „De Waag“ (Die Wiege) stattfindet.

Altniederländische Handwerkskunst

Wie in anderen Ländern auch sind in den Niederlanden viele alte Handwerkskünste nahezu ausgestorben. Meist werden sie nur noch zu Demonstrationszwecken vorgeführt, wie im Freilichtmuseum in Arnheim.

Schiffbau

Durch die günstige Lage der Niederlande an Nordsee und Zuiderzee (heutiges IJsselmeer) und inmitten eines Netzwerks wichtiger Handelsrouten, war die Schifffahrt stets von großer Bedeutung. Dies gilt ebenso für den Schiffsbau und besonders für die Segel- und Taumacher. Aus Kostengründen werden Segel heutzutage oft maschinell hergestellt und traditionelle Segelmacher sind selten geworden. Beim Seil- oder Taumacher handelt es sich um einen Handwerker, der Garne zu einem Tau verarbeitet. Da diese in großen Mengen beim Schiffbau gebraucht wurden, waren die Taumacher hauptsächlich in Hafenstädten angesiedelt. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Taumuseums „De Baanschuur“ in Oudewater.

Klompenmacher

Auch wenn die Niederländer für Holzschuhe, die so genannten Klompen, bekannt sind, sieht man diese nicht mehr im heutigen Straßenbild. Und auch die 25 heute noch tätigen Klompenmacher üben ihre Kunst hauptsächlich auf Trödel- und Jahrmärkten aus. Die Klompen, die als Souvenir in vielen Geschäften zum Verkauf stehen, stammen meist aus chinesischen Fabriken.

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention